München, den 14. Mai (autaro) MultiAir heißt das neue Einspritzsystem von Fiat, das noch dieses Jahr zum Einsatz kommen soll, zuerst im Alfa Romeo Mito. Dabei steuert nicht mehr die konventionelle Einlass-Nockenwelle den Kraftstoffeinstrom, wie bei Vierventilmotoren üblich. Stattdessen kommt eine elektrohydraulische Ventilsteuerung zum Einsatz, wodurch die Einlassventile nicht mehr abhängig von der Kurbelwelle gesteuert werden. Das erlaubt beliebig lange oder kurze Öffnungszeiten der Ventile und mithin eine optimale Füllung der Zylinder in jeder Situation. Theoretisch kann dem Motor also in jeder Situation, ob nun bei starker Beschleunigung oder nur im Teillastbereich, der optimale Wirkungsgrad entlockt werden.
Laut Fiat senkt diese Technologie den Verbrauch des Motors um bis zu 25 Prozent. Doch auch die Leistungscharakteristik soll sich spürbar verbessern. Das gesamt Leistungsplus soll bei 10 Prozent liegen, das maximale Drehmoment soll im unteren Drehzahlbereich eine Steigerung um 15 Prozent erfahren. Außerdem verbrennt der Motor wesentlich sauberer, kündigten die Italiener an: die Stickoxid-Emissionen sinken um bis zu 60 Prozent, während sich der Ausstoß an Kohlenmonoxyd um ganze 40 Prozent reduzieren soll.
Zum Einsatz kommen soll die neue Technik noch in der Mitte dieses Jahres, zuerst im Alfa Romeo Mito. Nach und nach will Fiat die neue Technologie dann auch in anderen Modellen verbauen und außerdem auch auf Turbo- und Dieselmotoren anwenden. Außerdem stellte Fiat einen neuen MultiAir-Zweizylinder mit unter einem Liter Hubraum in Aussicht, der sowohl als Sauger als auch als Turbo weniger als 80 Gramm Co2 pro Kilometer emittieren soll. (autaro)