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BMW verabschiedet sich von Wasserstoff-Testflotte

München, den 10. Dezember (autaro) Noch immer konnte sich Wasserstoff als Alternative zu herkömmlichen fossilen Brennstoffen wie Benzin, Diesel oder Ethanol nicht durchsetzen. Dabei setzen die Automobilhersteller bei der Erforschung ihrer Hydrogensysteme auf unterschiedliche Grundprinzipien: während im Schwabenland an der sogenannten Brennstoffzelle geforscht wird, in der durch Wasserstoff elektrische Energie erzeugt wird, setzt BMW auf die Verbrennung von Wasserstoff in konventionellen Motoren. Bereits in der letzten Modellgeneration des BMW 7er lief eine größere Testflotte zur Erforschung der Alltagstauglichkeit, unter dem Namen Hydrogen 7.

BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger teilte nun überraschend mit: “Es wird vorerst keine neue Wasserstoff-Testflotte geben”. Das bedeute aber nicht, dass BMW nicht weiter an der Erforschung der Technik arbeite, es würden lediglich neue Forschungsschwerpunkte gesetzt. Dabei werde der Fokus zunächst auf der Erforschung der Infrastruktur liegen, da die Technik an sich bereits zuverlässig laufe. Ein Sprecher teilte mit: “Wir forschen derzeit beispielsweise an einem Tank, aus dem sich Wasserstoff nicht so schnell verflüchtigt.” Außerdem setze BMW künftig vermehrt auf den reinen Elektroantrieb. Bereits bis Mitte 2010 wollen die Bayern ihr „project i“ auf den Markt gebracht haben und damit einen vollwertigen Viersitzer mit reinem E-Antrieb. Gleichzeitig forderte BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer auf diesem Gebiet eine deutlich stärkere staatliche Unterstützung. (autaro)