München, den 09. April (autaro) Jaguar steht, ungeachtet seiner Zugehörigkeit zum indischen Tata-Konzern, für Herrschaftlichkeit und britischen Luxus. Ebenso wie Range Rover oder Rolls-Royce (Range Rover gehört ebenfalls zu Tata, Rolls-Royce zu BMW). Da beruhigt es umso mehr, dass die neuen Besitzer aus Indien sich nicht dem Fortschritt verwehren, sondern alles versuchen, die beiden Traditionsmarken profitabel zu halten – insbesondere im Falle von Range Rover dank exorbitanter Durchschnittsverbräuche kein leichtes Unterfangen. So hat mittlerweile der Diesel beinah den größten Marktanteil, selbst bei den feinen Limousinen mit der Raubkatze auf der Haube.
Im Laufe des World Mobility Forums in Stuttgart (15. bis 18. April 2010) präsentiert Tata nun eine Studie Namens Limo-Green. Dabei handelt es sich um das Topmodell Jaguar XJ mit Hybridantrieb. Das Besondere daran ist, dass nicht etwa ein bekannt potenter Achtzylinder mit einem vergleichsweise kleinen E-Motor kombiniert wurde. Es kommt nämlich ein sogenannter Range-Extender zum Einsatz, das heißt ein kleiner Verbrennungsmotor, der elektrischen Strom für den reinen E-Antrieb zur Verfügung stellt. Entweder direkt, oder zum Nachladen der Akkus, die vorher freilich an haushaltsüblichen Steckdosen gefüllt werden können. Der E-Motor generiert eine Leistung von 197 PS und das stattliche maximale Drehmoment von 400 Newtonmetern. Wie bei E-Motoren so üblich, liegt letzteres bereits ab der Drehzahl an, sodass von einer standesgemäßen Gesamtleistung ausgegangen werden kann – zumal der XJ dank Aluminiumbauweise zu den Leichtesten seiner Klasse zählt. Der Range-Extender ist eine Entwicklung aus dem Hause Lotus, wiegt gerade einmal 56 Kilogramm und hat einen Hubraum von 1,2 Litern. Der Durchschnittsverbrauch soll unter fünf Litern pro 100 Kilometer liegen und damit eine Reichweite von über 1.000 Kilometern ermöglichen – beides wären in dieser Klasse sehr respektable Werte. (autaro)