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BMW 523i – Downsizing geht anders

München, den 1. Juni: (autaro) Es gab Zeiten, da steckte in einem BMW genau das, was draufstand. Las man auf dem Kofferraumdeckel beispielsweise die Zahl 523, dann wusste man: vor einem fährt ein Fünfer mit einer 2,3-Liter Maschine unter der Haube. Bereits seit der letzten Modellgeneration haben sich die Bayern aber von dieser Nomenklatur verabschiedet, mittlerweile zeigen die mehr oder weniger willkürlich ausgesuchten lediglich die Leistungsstufe an – oft handelt es sich bei mehreren verschiedenen „Modellen“ um den gleichen, allerdings hinsichtlich der Leistung modifizierten Motor.

So verhält es sich auch beim neuen 523i. Dieser hat den gleichen Dreiliter-Reihensechszylinder unter der Haube wie der 528i, allerdings leistet dieser nicht 258 PS sondern nur 204 Pferdchen. Der Rest ist vom 528i bekannt, die Magermix-Technik soll besonders sparsam mit dem teuren fossilen Brennstoff umgehen. Doch funktioniert dieses Konzept, wo sich doch momentan besonders kleine Motoren mit Turbo- oder Kompressoraufladung durchsetzen? Um es gleich vorweg zu nehmen: die von BMW angegebenen 7,6 Liter Durchschnittsverbrauch sind illusorisch. Die 1,7 Tonnen wollen bewegt werden, gibt man dem Bayern die Sporen, hat man schnell eine Zehn vor dem Komma stehen. Wer es allerdings etwas ruhiger angehen lässt, kommt durchaus mit 8,5 Liter Super hin. Insbesondere mit der optionalen Achtstufenautomatik bleibt das Drehzahlniveau grundsätzlich niedrig, vorausgesetzt der Fahrer lässt die Sporttaste rechts liegen.

Wer die manuelle Schaltbox ordert, kann ebenfalls im hohen Gang vor sich hingleiten, hier kann der verhältnismäßig große Hubraum durchaus überzeugen. Echter Fahrspaß hingegen kommt, wir kennen es von BMW, erst mit entsprechender Drehzahl. (autaro)