Buick News - der Artikel
Großauftrag für Opel, ausgerechnet aus den USA

München, den 12. Mai (autaro) Der Zorn auf die US-amerikanische Mutter General Motors (GM) cwar zuletzt groß, nicht nur im Stammwerk Rüsselsheim. Die Opelaner fühlten sich kaputt gespart und von dem amerikanischen Großkonzern und seinen Weltfremden Vorderen im Stich gelassen. Dass nun ausgerechnet aus den USA, nämlich von der GM-Marke Buick, ein Großauftrag kommt, der zumindest kurzfristig die Arbeitsplätze sichern wird, dürfte der Stimmung Auftrieb verschaffen. Nach den Werksferien im Sommer soll in Rüsselsheim der neue Buick LaCrosse produziert werden, der auf der Plattform des Opel Insignia basiert. Buick plant eine Produktion von vorerst 70.000 Einheiten, verteilt auf zwei Jahre. Der Grund: das US-amerikanische Werk Fairfax ist noch nicht auf die Produktion der neuen Plattform umgestellt worden.

Damit zerstreut GM die Ängste speziell der Opelaner. Es wurde nämlich wenige Tage zuvor angekündigt, die Produktion eines Großteils der für den US-amerikanischen Markt vorgesehenen Fahrzeuge in Billiglohnländer Lateinamerikas und Asiens zu verlegen. Zahlreiche Standorte in Australien, Europa und in Kanada wären hiervon betroffen gewesen.

Der Schachzug könnte sich als geschickt erweisen, spekuliert GM doch auf massive finanzielle Hilfe des deutschen Bundes für den Erhalt der Opel-Standorte. Dafür werde GM die Investorensuche für Opel eng mit der deutschen Regierung abstimmten. „Wir brauchen die Unterstützung“ gab GM-Chef Fritz Henderson in Detroit bei einer Telefonkonferenz offen zu. (autaro)