Etwas Mythisches hat der Name Cadillac für den Europäer. Das kommt wahrscheinlich daher, dass die Marke auf dem alten Kontinent nie offiziell vertreten war. In Deutschland sind die Meisterwerke des Herstellers vor allem bei Oldies-Veranstaltungen live zu sehen. Gleichzeitig gilt der Cadillac als der Klassiker aller Klassiker in den USA – hier wird er als ein richtiger Movie-Star mit Auftritten in legendären Hollywood-Blockbusters gefeiert. In seinem Heimatland gilt die Marke als Inbegriff von Luxus und Reichtum, aber auch als Symbol der 60er, die vor allem mit den Modellen Sevilla, Eldorado und De Ville verbunden werden.
Charakteristische Eigenschaften der Automobile mit dem Cadillac-Markenzeichen sind die Motorpower und die innovative Technologie. Genauso markant sind das Außendesign und die ausufernden Dimensionen des Motorenhubraums.
Cadillac ist bekannt für seine Fähigkeit, Auto-Ikonen zu schaffen. So gelten zum Beispiel die senkrecht stehenden Rückleuchten, die auf fast allen Modellen zu sehen sind, als ”typisch Cadillac“. Das Gleiche gilt aber auch für den Frontantrieb bei den Limousinen der Oberklasse, der von Anfang an mit einer Reihe von zukunftsweisenden Fahrassistenzen unterstützt wird. Wenige wissen, dass viele der heutigen Standard-Extras im Automobil zuerst von Cadillac eingeführt wurde. Das gilt unter anderem für die elektrischen Fensterhebel, die elektrisch verstellbaren Sitze und das Autoradio mit automatischem Suchlauf.
Wie bereits erwähnt, konnte sich Cadillac nie richtig auf dem europäischen Markt durchsetzen.
Der General Motors-Konzern, zu dem die Marke seit ihrer Gründung gehört, versucht ab 2005 die Modellpalette für den alten Kontinent etwas auszubauen. Der Cadillac BLS ist das erste Fahrzeug des Herstellers, das speziell für den europäischen Markt entwickelt wurde. Die aktuelle Statistik zeigt, dass sich das Modell einer immer steigenden Popularität erfreut. Vielleicht führt der Erfolg zu einer neuen Ära für Cadillac in Europa.