Chevrolet News - der Artikel
Chevrolet Volt

München, den 9. März (autaro) Das Öko-Auto des Monats Februar ist der Chevrolet Volt – eine hochkarätige Limousine, die den Einmarsch der Öko-Motoren in die Neue Welt ankündigt.
Sensationell – die amerikanischen Autohersteller leiden unter den Folgen einer sich immer breiter auswirkenden Krise, schaffen es aber trotzdem nicht, die allzu wahrscheinliche Richtung des Windes zu ermitteln. Seit Jahrzehnten defilieren in den USA die großen asiatischen Haie mit Hybrid-Modellen. Lexus und Toyota sind inzwischen feste Größen in diesem Bereich, aber auch Nissan und Honda machen sich in letzter Zeit stark mit umweltfreundlichen und spritsparenden Modellen bemerkbar. Und was kommt von Chrysler und Co.? Bis vor kurzem nur ein enigmatisches, rätselhaftes Schweigen. Anfang der 90er vermutete man, dass sich dahinter große Entdeckungen verbergen – Elektro-Autos mit Perpetuum-Mobile-Triebwerken. Zwanzig Jahre danach sind diese Illusionen längst geplatzt – spritsparende Automobile sind einfach nicht die Stärke der Amerikaner.

Oder vielleicht doch?
Während der letzten Autoshow in Detroit präsentierte Chevrolet eine Hybrid-Studie, die kurz vor der Serienreife steht. Das Modell Volt war eine Sensation im wahrsten Sinne des Wortes – es kam aus dem Nichts, inmitten der blutigen Krise, in der der GM-Konzern steckt, und überzeugte Publikum und Presse. Die Amerikaner haben es drauf.

Mit scharfem Blick
Was ist denn an der Limousine so toll? Man stellt solche Fragen nur solange man das Fahrzeug nicht gesehen hat. Das Design ist mit Abstand das Beste, was in den letzten Jahren vom Hause Chevrolet auf gekommen ist. Ein Akzent stellen hier die geschmeidigen Linien dar – alles sieht aus wie aus einem Guss. Jedoch soll das Design nicht nur Ästhetik vermitteln, sondern auch die neusten Ergebnisse der Aerodynamik-Studien präsentieren. Aluminium ist deshalb das Hauptmaterial für die Karosserie. Auch im Innenraum ist alles mit beeindruckendem Stil und Geschmack gestaltet. Den Puristen mag das Cockpit etwas steril erscheinen. Die geraden Linien der Rundinstrumente, das erstaunlich simple Armaturenbrett und das einzige riesige Rundinstrument sind Akzente, die einfach in Erinnerung bleiben. Steril? Nein, eher zukunftsweisend und dabei revolutionär.

Neuartiger Hybrid-Antrieb
Beim Volt handelt es sich zwar um ein Hybrid-Fahrzeug, doch der Begriff muss hier neu definiert werden. Anders als andere Hybride, fährt der Volt ausschließlich mit Strom. Der Name ist also Programm – unter der Haube wartet eine der besten Elektrobatterien, die die Automobilwelt kennt. Ihre Reichweite ist 60 Kilometer und die Aufladezeit beträgt nur 6 Stunden. Aufgeladen werden kann die Batterie an jeder gewöhnlichen US-Steckdose mit 110-Volt-Strom. Wenn die Batterie leer ist, übernimmt ein Benzinmotor die Stromerzeugung, um die Reichweite weiter zu erhöhen. Beim Benzin-Motor handelt es sich um einen kleinen Dreizylinder-Turbomotor mit 1,0-Liter-Hubraum, der mit konstanter Drehzahl arbeitet und eigens der Stromerzeugung dient. Das ermöglicht auch die Verwendung von unterschiedlichen Spritsorten wie etwa Benzin, E85 oder eine Mischung aus Ethanol und Benzin.

Die Zusammenfassung
Die neuartige Antriebstechnologie nennt GM E-flex-System. Damit sind auch die großen Hoffnungen des Unternehmens verbunden. Darauf soll eine ganze Modellpalette von umweltfreundlichen Automobilen aufgebaut werden, die mit dem ersten Elektromobil des Konzerns in absehbarer Zukunft gekrönt werden muss. Inzwischen glaubt man daran, dass diese Visionen auch in Erfüllung gehen können. Mit dem Volt zeigt der Großkonzern, dass er es immer noch kann – die Automobilwelt zu bewegen. (autaro)