Die Geschichte von Chrysler beginnt in einer Eisenbahnfabrik. Dort arbeitet eine Zeit lang der Gründer des heutigen Milliarden-Konzerns Walter Chrysler und sammelt bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts Erfahrung in dem Automobilbau. Als er sein erstes Automobil erschwingt, zerlegt er ihn 25 Mal, um die einzelnen Mechanismen besser verstehen zu können. Kurz danach kann er auch seine erste eigene Entwicklung präsentieren – der Chrysler Six gilt mittlerweile als eine Legende in der Weltautomobilgeschichte. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten, denn Presse und Käufer zeigen sich vom Chrysler Automobil begeistert.
Die Begeisterung des Gründers führt das Unternehmen schnell in die Klasse der großen Automobilkonzerne. In kürzester Zeit nach der Gründung im Jahr 1924 übernimmt das Unternehmen einige kleinere Unternehmen, aber darunter auch die Dodge Brothers Inc., die zu den bekanntesten Automobilherstellern Amerikas gehört und gerade fünf Mal größer ist, als die Firma von Walter Chrylser. Im Jahr 1928 gehört der Hersteller zu den drei profitstärksten Unternehmen in den USA. Die Begeisterung für die Automobiltechnik Walters steckt sowohl seine Mitarbeiter als auch die Käufer an. In der Vorkriegszeit werden die Chrysler-Meisterwerke zum Inbegriff von technischer Innovation, Perfektion und Wirtschaftlichkeit.
Auch der Krieg kann den Aufschwung der Marke nicht bremsen. In den 60ern führt der Hersteller eine Reihe von technischen Entwicklungen ein, die den Markt revolutionieren. Darunter fallen das Automatikgetriebe, die servounterstützten Bremsen oder die Einzelradaufhängung mit Schraubenfedern. In den 70ern benutzt Chrysler Systeme und Mechanismen sogar aus dem Flugzeugbau, um seine Position als modernster Automobilhersteller Amerikas bestätigen zu können. Auch die Expansion nach Europa und Asien erweist sich als ein absoluter Erfolg.
1998 kommt es zur Fusion mit der Daimler AG, die nach dem Prinzip des sog. Merger of Equals geregelt wird. Die Gleichheit konnte aber nicht lange garantiert werden und langsam wurde klar, dass der deutsche Partner eine dominierende Rolle übernehmen will. 2007 kommt es schließlich zu der Trennung. Im vergangenen Jahr arbeitet der Hersteller intensiv an seiner Modellpalette.