München, den 28. Oktober (autaro) Chrysler, einer der Verlierer der aktuellen Weltwirtschaftskrise konnte nebst Konzerntochter Jeep nur durch milliardenschwere Unterstützung der US-Regierung und durch eine angeschlossene, äußerst straffe Insolvenz gerettet werden. Außerdem erhielt Fiat einen zwanzigprozentigen Anteil am Konzern und außerdem die Geschäftsführung. Nun wird langsam klar, wie die Turiner sich die Zukunft des Dinosauriers Chrysler vorstellen.
Laut Berichten des “Wall Street Journal” vom 27. Oktober sollen in den nächsten drei Jahren verschiedene Modelle entwickelt werden, die auf Fiat-Technologie basieren. Zwischenzeitlich wird sich Chrysler auf die Vermarktung der aktuellen Modellpalette konzentrieren, die allerdings ein wenig der heutigen Zeit angepasst werden soll. So wird der ungeliebte Chrysler PT Cruiser aus den Verkaufsräumen verschwinden, ebenso wie mehrere Modelle der Marke Jeep. Ob und wie weit sparsamere Motoren zum Einsatz in den aktuellen Modellen kommen werden, ist noch unklar.
Klar ist hingegen, dass die Italiener im gleichen Zuge auch ihre eigenen Modelle auf den US-Markt bringen wollen. Allen voran Fiat und Alfa Romeo. Dabei setzt man insbesondere auf Kompaktmodelle wie Fiat 500 und Alfa Romeo MiTo und geht selbstbewusst davon aus, dass sich so etwas wie Umweltbewusstsein und Vernunft in den nächsten Jahren auch in den USA entwickeln werden. Klar ist ebenfalls, dass sich ein Export aus Sicht der Turiner nicht lohnen wird, die verschiedenen Standards verhageln entsprechende Kalkulationen ebenso wie der schwache Dollar. Daher werden sich die Amerikaner über neue Arbeitsplätze in den entsprechenden Werken freuen dürfen, Fiat will bis spätestens 2012 mit der Produktion in den USA beginnen. (autaro)