Chrysler News - der Artikel
Dunkelheit und Depression in Los Angeles

München, den 24. November (autaro). Die Los Angeles Motor Show gilt seit Jahren als Mekka der Automobilindustrie – hier messen sich große und kleine Hersteller und geben genügend Signale für die Entwicklung der Branche in der nahen Zukunft. Wenn das auch für das Jahr 2009 gelten soll, dann erwartet uns nichts Gutes. Die große Depression macht sich breit in den USA und das prägt natürlich auch die großen Hersteller weltweit.
Ganz wenige Neuheiten werden in Kalifornien zu erleben sein. Weltbekannte Marken wollen keine Risiken eingehen, verlassen sich deshalb auf aufgewärmte Spezialitäten aus den bestehenden Kollektionen. Eine der wenigen richtigen Neuentwicklungen präsentiert Mazda mit der Stufenheckversion des Mazda3 – einer Limousine der Superlative, die Sportlichkeit neu definieren will. Interessantes gibt es auch von Lamborghini – den 560 PS starken Spyder-Gallardo – sowie von Nissan – einen schnittigen Zweisitzer mit einem 332 PS starkem 3,7-Liter V6.
Viel Deprimierendes gibt es dagegen von den großen US-Produzenten. GM, Ford und Chrysler haben gerade Staatshilfe beantragt und möchten/dürfen/sollen sich in Los Angeles nicht gerade stark zeigen. Die Stände von GM und Chrysler sehen traurig aus – keine kunstvolle Beleuchtung, keine attraktiven Hostessen, sondern nur noch Chaos, biederen Einblick in den unfertigen Vorbereitungen der Hersteller und grimmig guckende Mitarbeiter. Optimistischer sieht der Stand von Ford aus. Die neuen Modelle der Marke verkaufen sich außerordentlich gut und das bringt natürlich Hoffnung.
Die ganze Welt ist gespannt: Die Los Angeles Motor Show zeigt, in welche Richtung sich die Zukunft bewegen will. Mehr davon berichten wir in den folgenden Tagen.
(autaro)