Seit einigen Jahren versteckt sich Daewoo ganz gut. In Europa sind die günstigen koreanischen Limousinen längst nicht mehr zu sehen. Nur gute Beobachter und Autospezialisten wissen, wo sie genau hingucken sollen – hinter der Marke eines der traditionsreichsten und renommierten europäischen Autohersteller verbirgt sich koreanisches Know-How, denn auf dem alten Kontinent heißt Daewoo Chevrolet.
Die Marke Daewoo blickt auf eine 70-jährige Geschichte zurück. Gegründet wurde das Unternehmen 1937 in der Stadt Pupyong, Südkorea. Allerdings ließen die großen Erfolge lange auf sich warten. Doch durch konzentrierte Arbeit des Managements und vielfältige Produktion etabliert sich das Unternehmen in den 60er Jahren als ein wichtiger Faktor in der koreanischen Wirtschaft. In den 70ern gehört der Konzern mittlerweile zu den größten Industrieherstellern Asiens. Daewoo setzt von Anfang an auf eine umfangreiche Produktpalette. Neben den Automobilen tragen auch Schiffe, Traktoren und Motorräder, aber auch Computer und Haushaltsgeräte das Markenzeichen des Unternehmens.
Ende der 90er Jahre kommt es allerdings zu einer großen Finanzkrise. Das Management sieht sich dazu gezwungen, den Automobilsektor an den US-Giganten General Motors zu verkaufen. Seitdem firmiert die Marke unter dem Namen GM DAEWOO Car&Technology Company. Im Jahr 2005 macht der Konzern einen überraschenden Schritt und beschließt sich, die koreanischen Automobile in Europa unter dem Namen Chevrolet zu verkaufen. Dabei werden sie weiterhin in Korea entwickelt und montiert.