München, den 08. Februar (autaro) Auf dem bevorstehenden Genfer Autosalon (04. bis 14. März) wird Ferrari ein Hybridmodell vorstellen. Damit ist endgültig klar, dass selbst in der ersten Liga der Sportwagenhersteller vermehrt auf Verbrauch und Umwelt geachtet werden muss. Bei der Hybridversion handelt es sich um einen Ferrari 599, der über einen E-Motor an der Hinterachse verfügt. Damit bleibt der 599 also ein reiner Hecktriebler, anders als bei vielen Konkurrenten, die den Zusatzmotor an der bis dahin nicht angetriebenen Achse anflanschen. Auch handelt es sich nicht um einen Vollhybriden, der E-Motor wird lediglich beim Beschleunigen unterstützen und so den Kraftstoffverbrauch senken. Darüber hinaus wird dieser Ferrari mit allem ausgerüstet sein, was derzeit so zum Kraftstoffsparen verfügbar ist. Aerodynamisch ist ein Ferrari ohnehin schon wohlgeraten, dazu gesellen sich aber noch eine Start-Stopp-Automatik und eine Anlage zur Bremsenergie-Rückgewinnung.
Selbst vor dem künftigen Topmodell, dem Nachfolger des Ferrari Enzo, wird das neue Umweltbewusstsein nicht halt machen. Während den Enzo noch ein durstiger V-12 befeuert, wird der Nachfolger möglicherweise einen doppelt aufgeladenen V8 erhalten – Downsizing auf hohem Niveau. Außerdem stecken sich die Italiener in diesem Falle das ehrgeizige Ziel, das Leergewicht nicht über eine Tonne zu treiben. Dadurch wird allerdings ein Hybridantrieb für das Topmodell sehr unwahrscheinlich, denn die Hybridtechnologie steigert bei allen Fahrzeugen empfindlich das Gewicht. (autaro)