München, den 29. September (autaro) Nun gut, die Überschrift deutet auf Extravaganz. Auch der Name klingt unbekannt, „Figo“ steht in etwa für „Cool“. Wo? In Indien. Dort wird der Ford Figo künftig gebaut. Allerdings keineswegs als Auto für Individualisten, sondern vielmehr als Volumenmodell für das Volk. Der indische Automarkt ist gemeinsam mit dem chinesischen der schnellstwachsende weltweit. Kein Wunder, dass auch Ford eine Scheibe von diesem Kuchen abhaben möchte. Bislang fand sich allerdings in der Modellpalette kein passendes Vehikel, weswegen eigens für den indischen Markt ein neues Modell konzipiert wurde.
Der Figo zielt genau in die Klasse der Kleinst- und Kleinwagen, die in Indien einen Marktanteil von über 70 Prozent haben. Der Kleine erhält die Plattform des aktuellen Ford Fiesta, verwendet aber im Übrigen hauptsächlich Teile älterer Modelle – das spart Kosten. So verwundert es auch nicht, dass er optisch eher an das letzte Modell des Ford Fiesta erinnert, ohne dabei jedoch sonderlich altmodisch daherzukommen. Preise liegen bislang nicht vor, dürften sich allerdings deutlich unterhalb derer europäischer Modelle bewegen. Gespart wird freilich auch an der Ausstattung, bedauerlicherweise insbesondere an der Sicherheitsausstattung. Um die geplanten 200.000 Einheiten pro Jahr kostengünstig produzieren und absetzen zu können, investierte ford gerade knapp 500 Millionen Dollar in das Werk im indischen Chennai. (autaro)