München, den 28. Januar (autaro) Zunächst finden die Neuerungen, die Ford nun auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas, USA, vorstellte, auch in den USA statt. Die dort verfügbaren Modelle Edge und Focus sollen künftig mit einem neuen Multimedia-System ausgerüstet werden können, das über einem UMTS-Internetzugang und eine WLAN-Schnittstelle verfügt. Damit wird dann wohl auch der Nachfolger des aktuellen Focus, der im kommenden Jahr den europäischen Markt erobern soll, zur wahren Multimedia-Hochburg. Laut Ford-Chef Alan Mulally wird der neue Focus über seinen leicht bedienbaren Touchscreen Musik im Internet per Streaming empfangen können und dem Fahrer sogar die neuesten Twitter- oder Facebook- Nachrichten vorlesen. Damit nicht genug: der Fahrer wird über die Sprachsteuerung des Multimedia-Systems sogar antworten können.
Diese Entwicklung auf dem Gebiet der mobilen Multimedia-Systeme sehen Fachleute indes kritisch. Sie fordern zwar ebenfalls den Ausbau der Vernetzung beispielsweise zum Zwecke der angepassten Routenführung bei hohem Verkehrsaufkommen. Gleichzeitig warne sie jedoch vor zuviel Ablenkung des Fahrers vom Verkehrsgeschehen. Ursula Messner, Sprecherin des österreichischen Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) hält die beschriebenen Entwicklungen für „nicht zielführend“. Ford erwidert, dass Autofahrer ohnehin nebenbei telefonieren und sms schreiben würden. Außerdem würden mobile Navigationssysteme noch dazu häufig so positioniert, dass sie das Sichtfeld des Fahrers nachhaltig einschränken. Die neue Technologie schaffe also nicht zusätzliche Ablenkungsmöglichkeiten, sondern bündele diese lediglich in einer zentralen Bedieneinheit, die die Ablenkung vom Verkehrsgeschehen minimiere. (autaro)