München, den 12. August (autaro) Die Menschheit scheint verzweifelt nach alternativen Treibstoffen zu suchen – Rapsöl, altes Öl aus der Fritteuse, Biomasse, Wasserstoff und Sonnenenergie, Ethanol und Bio-Diesel – mit all das haben wir bereits versucht, unsere Karossen in Bewegung zu bringen. Manchmal war das Ergebnis akzeptabel, manchmal – ein absoluter Flop. Seit einer Ewigkeit erzählen Wissenschaftler davon, dass man auch ganz gut mit Alkohol fahren kann. Vodka statt Benzin – das hört sich nicht gerade schlecht an. Seit Anfang des Jahres steigt nämlich die Nachfrage nach Automobilen, die mit Spirituosen fahren können. Im ersten Halbjahr wurden 2700 Pkw zugelassen, die sowohl mit 85-prozentigem Ethanol, mit Superbenzin oder jeder beliebigen Mischung der beiden Kraftstoffe betrieben werden können. Und diese Zahl beeindruckt, denn im gesamten Jahr 2007 wurden nur 2200 Autos vom gleichen Typ verkauft.
Der stärkste Produzent solcher Automobile in Deutschland ist Ford, dem 80 Prozent des gesamten Marktanteils angehören. Die Kölner haben seit Anfang des Jahres 2.169 Bio-Ethanol-Fahrzeuge verkauft. Ganze fünf Baureihen aus dem Produktkatalog lassen sich mit dem alternativen Treibstoff fahren – Mondeo, S-Max, Galaxy, Focus und C-Max.
Bio-Ethanol gibt es momentan an rund 200 Tankstellen deutschlandweit. Der Literpreis liegt zum jetzigen Zeitpunkt bei 1,20 Euro. (autaro)