
(Foto: Ford)
München, den 21. Dezember 2011 (autaro) Allmählich gewinnt die Elektromobilität an Fahrt, wenn auch nur allmählich. So will künftig auch Ford am Markt emissionsfreier Fahrzeuge partizipieren, den Anfang macht der kompakte Focus. In den USA ist die Produktion des Ford Focus Electric bereits angelaufen, nach Europa soll der Stromer Ende 2012 kommen. Produktionsort: Saarlouis in Deutschland, im Sommer soll es losgehen. Dabei schweigt sich Ford zu den Preisen noch aus, insbesondere über den deutschen Listenpreis kann bislang nur spekuliert werden. Erwartet werden Preise zwischen 30.000 und 40.000 Euro, womit sich der Focus Electric klar unterhalb der 42.900 Euro bewegen wird, die für einen Opel Ampera fällig werden.
Nahezu unschlagbar dürfte sich der Focus außerdem mit Blick auf die laufenden Kosten geben. Neben den niedrigen Kilometerkosten für Strom muss der Fahrer keine weiteren Kosten für die Kfz-Steuer einplanen. Außerdem bewegen sich Stromer bei der Einstufung zur Kfz-Versicherung im untersten Feld, meist unabhängig von der Schadensfreiheitsklasse (hier können Sie vergleichen).
Technisch hat Ford klar die etablierte Konkurrenz im Blick, die Bislang Reichweiten zwischen 150 und 200 Kilometern rein elektrisch bestreitet. Der bereits erwähnte Ampera von Opel bildet hier dank seines benzingetriebenen Generator eine Ausnahme, vergleichbare Angebote aus dem Hause Mitsubishi oder Peugeot bieten weniger Platz und Komfort. Ford verbaut eine 23 Kilowattstunden-Lithium-Ionen-Batterie, die je nach Fahrweise und Anforderung für gut 160 Kilometer Reichweite ausreichen soll. Die Höchstgeschwindigkeit ist der Reichweite zuliebe auf 135 km/h begrenzt, für den Sprint auf Tempo 100 erwarten wir Werte von rund 10 Sekunden. Ein ebenfalls entscheidender Faktor ist die Ladezeit. Ohne Schnellladegerät muss der Focus für einen vollständigen Ladezyklus sechs Stunden an die heimische Steckdose – am besten übernacht oder während der Arbeitszeit. (autaro)