München, den 24. Juni (autaro) Zu den Hochzeiten der Brennstoffzell-Forschung, als Wasserstoff als non plus ultra galt und als jeder Automobilhersteller, der etwas auf sich hielt, Forschungsprojekte zur so genannten Brennstoffzelle unterhielt, gründete die Daimler AG zusammen mit Ford die Nucellsys GmbH. Das Joint Venture sollte gemeinschaftlich die Führungsrolle auf diesem Gebiet der alternativen Kraftstoffe sichern.
Doch im Mai 2009 verkaufte Ford seinen 50-Prozent-Anteil an die Daimler AG, man wolle seine Ressourcen bündeln und sich lieber auf die Erforschung des Elektro- und Hybridantriebes konzentrieren. Da Daimler sein Budget zwar in nächster Zeit beibehalten, keinesfalls aber aufstocken wird, bedeutet diese Nachricht auch, dass wohl 65 der bisher 204 Mitarbeiter ihren Job verlieren werden. Eine Sprecherin des Ford-Konzerns, Monika Wagener, betonte, man werde das Antriebskonzept weiter erforschen. “Wovon wir aber jetzt mit dem Verkauf unserer Anteile an Daimler absehen, ist der Ausbau einer neuen Fahrzeug-Flotte mit Brennstoffzellen-Antrieb”, so Wagener weiter.
Damit schließt sich Ford dem internationalen Trend an. Dieser geht eindeutig weg von der Brennstoffzelle und konzentriert sich insbesondere auf den Elektromotor bzw. die Erforschung leistungsfähigerer und haltbarerer Akkus. (autaro)