München, den 25. Februar (autaro) Die schwer angeschlagene General Motors-Tochter Hummer, die eigentlich an den chinesischen Maschinenbauer Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machinery Company verkauft werden sollte, wird nun vermutlich doch abgewickelt. Seit mehreren Jahren beschert die Marke der spritfressenden Ungetüme dem Konzern nichts als rote Zahlen – wohl zu Recht.
Dass der Verkauf an die Chinesen nun in letzter Minute doch noch platzt, hängt wohl mit einer Entscheidung der chinesischen Regierung zusammen. Diese hat nämlich neuerdings das Ziel, die unfassbare Umweltverschmutzung, die mit der rasanten Industrialisierung des gewaltigen Landes einhergeht, einzuschränken. Demnach passen die unsinnigen Vehikel nicht einmal mehr in das konsumhungrige Reich der Mitte. “Wir sind enttäuscht, dass das Geschäft mit Tengzhong nicht abgeschlossen werden konnte”, teilte der zuständige GM-Manager John Smith der Öffentlichkeit in Detroit mit, kündigte gleichzeitig aber auch an, dass GM weiter für Garantieleistungen der Marke aufkommen. Auch die Sicherung der Ersatzteillage sowie Reparaturmöglichkeiten in Werkstätten anderer GM-Unternehmen habe Smith im Blick.
Die Pleite bedeutet leider auch den Verlust von rund 3.000 Arbeitsplätzen. Fortgesetzt wird damit ein umgreifender Plan zur Verschlankung des GM-Konzerns, der seit Milliardenschwerer Finanzspritzen durch die US-Regierung unter deren Kontrolle steht. Traditionsreiche Marken wie Pontiac oder Saturn teilen das gleiche Schicksal wie Hummer, die schwedische Tochter Saab konnte in letzter Minute vor der Abwicklung gerettet werden. (autaro)