General Motors News - der Artikel
Schwierigkeiten bei Verkauf von Hummer, entdeckt China sein grünes Gewissen?

München, den 29. Juni (autaro) Bereits seit geraumer Zeit sind der insolvente US-Konzern General Motors (GM) und der chinesische Spezialmaschinen-Hersteller Sichuan Tengzhong in Verhandlungen zum Verkauf der Geländewagenmarke Hummer. GM muss sich von mehreren seiner Marken, darunter auch Opel und Saab trennen, um gestärkt aus der Insolvenz herausgehen zu können. Dabei galt Hummer als das Problem-Kind in der GM-Familie, für den Hersteller Sprit fressender Ungetüme wollte sich zunächst kaum ein Käufer finden lassen.

Die Verhandlungen sind nun soweit gediehen, dass es eigentlich nur noch eine Hürde zu überwinden gilt: die Zustimmung der chinesischen Regierung. Und diese scheint plötzlich ihr grünes gewissen entdeckt zu haben, laut mehrerer chinesischer Medien sei der Flottenverbrauch der Marke Hummer zu hoch, die Zustimmung wurde daher bislang nicht erteilt. Außerdem moniert das chinesische Handelsministerium, dass Sichuan Tengzhong nicht über das nötige Know-how zum Bau dieser Sorte Auto verfüge.

Zwar wollten die chinesischen Behörden zu dem geplanten Kauf von Hummer bisher nicht offiziell Stellung nehmen, die chinesische Tageszeitung „People’s Daily“ zeigte sich aber dennoch optimistisch. Das Gebot, das Sichuan Tengzhong an GM gerichtet hat, sei „vernünftig und normal“. Zwar gibt es auch hierzu keine offiziellen Meldungen, doch gehen Branchenkenner von rund 100 Millionen Dollar aus, das entspricht umgerechnet 71 Millionen Euro. (autaro)