Die Lotusblüte liebt das Wasser und die Sonne. Sie ist eines der Markenzeichen des östlichen Orients – die Blume gehört zu den heiligen Symbolen des Buddhismus sowie zu den acht Kostbarkeiten, die das perfekte Universum symbolisieren. Im Rahmen der selben Schule steht der Lotus als Symbol für den Lauf der Zeit.
Der Lotus-Gründer Colin Chapman wollte vielleicht eine Verbindung gerade mit dieser symbolischen Bedeutung der Blume herstellen – die Fahrzeuge, die nach der heiligen Pflanze benannt wurden, und die den Lauf der Zeit überstehen werden. Die jüngste Geschichte der Marke kann seine Intention leider nicht vollständig bestätigen.
Nachdem der Hersteller fast 40 Jahre zu den bekanntesten Sportwagenproduzenten der Welt gehörte, geriet er Mitte der 80er in eine tiefe Finanzkrise. 1986, nur vier Jahre nach dem Tod des legendären Unternehmensgründers, verlor der Sportwagenproduzent seine Selbstständigkeit. Manche würden in der Übernahme wiederum eine Symbolik finden, denn letztendlich kehrte die Blume zu ihren asiatischen Wurzeln zurück. Heute gehört Lotus nämlich zum mächtigen malaysischen Konzern Perusahaan Otomobil Nasional Bhd.
Unter malaysischer Schirmherrschaft möchte die Marke neue Modelle entwickeln, die die Erinnerungen an die Lotus-Legenden 18 und Super Seven aus den 50ern und 60ern wieder beleben. Zum jetzigen Zeitpunkt besteht die Modellpalette aus dem Elise und dem betont sportlichen Exige. Der Hersteller bleibt Konsequent bei der Ähnlichkeit zu den Formel-1-Boliden – beide Modelle sind eher Rennwagen mit Straßenzulassung als traditionelle Fahrzeuge.