München, den 18. September (autaro) Die diesjährige IAA wird ganz im Zeichen der Sportwagen stehen. An sich ist diese Tatsache auf jeden Fall überraschend. Während die großen Hersteller angeblich verzweifelt nach alternativen Antriebstechnologien suchen, investieren sie auch weiterhin kräftig in protzige Spritschlucker und teure Karossen, die mit PS-Zahlen begeistern wollen. Für das diesjährige Automobilevent schlechthin hat auch Mazda sein Meisterwerk und sportliches Flaggschiff generalüberholt. Der RX-8 möchte neue Käuferschichten erobern – ein guter Grund dafür, dass wir ihn uns näher anschauen.
Der große Gewinner
Der RX-8 gehört zu den Ikonen des weltweiten Automobilgeschäfts. Vor etwa sechs Jahren brachte ihn Mazda auf den Markt und erntete damit weltweit beeindruckende Erfolge. Inzwischen fahren rund 170.000 Einheiten des asiatischen Supersportlers auf den internationalen Autobahnen, 9.500 Exemplare davon sind auch in Deutschland live zu erleben. Die Kollektion von Automobilpreisen ist auch beachtlich – ganze 45 internationale Trophäen hat der Japaner in seinem Museum. Kein Wunder also, dass der Hersteller dieses Meisterwerk immer jugendlich und top-aktuell erhalten will.
Der neue RX-8 besticht mit seinem modernen Design, das die alten Vorzüge und charakteristischen Linien gleichzeitig bewahrt. Der Wankel-Rotor ist weiterhin der Akzent am Außendesign. Dieser kommt in Form eines „Power-Domes“ daher und schmückt die aus teurem Aluminium gefertigte Motorhaube. Tolle Ideen sind die prägnanten vorderen Kotflügel sowie die weiteren Aerodynamik-Elemente, die das Gesicht des RX-8 auf eine gleichzeitig extravagante und dezente Art modellieren.
Verbesserte Aerodynamik
Die aktuellen Entwicklungen im Segment der Sportwagen zeigen eindeutig, dass Aerodynamik eine besonders wichtige Rolle spielt. Die Mazda-Ingenieure haben das eingesehen und verwandeln ihr Meisterwerk in eine stabile sportliche Maschine, die den Luftfluss zu nutzen weiß. Das neue Modell setzt Maßstäbe in den Punkten Fahrstabilität und niedrigerer Auftrieb dank aerodynamischer Elemente. Jedes Element ist perfekt ausgewählt, entwickelt und in der Gesamtstruktur integriert. Ein besonderes Lob verdienen hier die 19-Zoll-Leichtmetallfelgen mit 225/40 R19-Bereifung, die perfekt in den bulligen und weit ausgestellten Radkästen sitzen.
Die Motorisierung
Anstatt auf PS-Zahlen setzt Mazda beim neuen RX-8 auf technische Perfektionierung. Der Motor zeigt sich ohne viel Kraftspritzen drehfreudiger und dynamischer als vorher. An den Zahlen hat sich wenig verändert: den Sprint von 0 auf 100 schafft der Japaner weiterhin in 6,4 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit erreicht die alt bekannten 234 Km/h. Manche Sport-Fanatiker würden sich nicht besonders begeistert zeigen, doch der RX-8 verfügt über ein phänomenales Triebwerk, das jede Reise leicht zu einem unvergesslichen Erlebnis macht. Das liegt vor allem an dem markantesten Charakterzug des Mazda-Meisterwerks – dem Kreiskolbenmotor, den man ausschließlich in dem RX-8 zu diesem Preis erstehen kann.
Fazit
Der neue RX-8 überrascht auf jeden Fall – die Neuerungen findet man nicht da, wo man sie sucht – nämlich wie bei allen anderen Herstellern, unter der Haube, sondern vor allem am Außendesign. Die Mazda-Entwickler geben sich mit leichten Änderungen anscheinend nicht zufrieden. Sie möchten zuerst das schwierigste – die Aerodynamik und das Exterieur – optimieren, um sich das Leichtere später anzuschauen. Angesichts dieser Strategie wird der RX-8 erneut zu einem Highlight auf der IAA werden. (autaro)