München, den 03. März (autaro) „Wenn Du Deinen Feind nicht besiegen kannst, verbünde Dich mit ihm.“ Dieses martialische Motto wird so manchem beim ersten Blick auf diese Schlagzeile durch den Kopf gehen. Auf den zweiten Blick ergibt die geplante Allianz zwischen Daimler und dem chinesischen Automobilhersteller BYD (Build Your Dreams) allerdings durchaus Sinn. Denn der Vormarsch der Chinesen, die in Europa in erster Linie durch dreisten Plagiatismus für Missstimmung gesorgt hatten, ist unaufhaltsam. Noch stehen sie vor allem qualitativ im Schatten europäischer Konkurrenten, doch der Abstand schwindet.
Eine eigene Marke wollen der Daimler-Konzern und BYD künftig gründen, angesiedelt zwischen Mercedes und BYD. Dabei stehen Details noch nicht fest, weder hinsichtlich möglicher Exportländer noch des geplanten Investitionsvolumens der Schwaben. Daimler Vorstandschef Zetsche hält aber einen Rahmen von wenigstens 100 Millionen Euro für „vernünftig“. Primärziel der Kooperation ist die Entwicklung eines rein elektrisch betriebenen Kleinwagens für den Ostasiatischen Raum. Derweil dauern die Gespräche über eine Kooperation mit dem französischen Hersteller Renault zur Herstellung eines gemeinsamen Kleinstwagens weiter an.
Deutlich zeichnet sich der Trend zur Internationalen Zusammenarbeit auch in Stuttgart ab. So hat sich Daimler zuletzt an dem kalifornischen Elektro-Pionier Tesla beteiligt und ist eine Kooperationsvereinbarung mit der deutschen Li-Tec Battery GmbH zur Entwicklung leistungsfähigerer Batteriesysteme eingegangen. (autaro)