
München, den 02. September (autaro) In Japan dreht der Mitsubishi i-MiEV bereits seit 2009 seine Runden, emissionsfrei und nur von einem dezenten Summen begleitet. Doch auch für Europa hat das Warten bald ein Ende, im Dezember wird die Gemeinschaftsproduktion mit dem französischen PSA-Konzern (Peugeot und Citroën) auch hier in die Verkaufsräume der Händler rollen – abermals emissionsfrei, nur von einem dezenten Summen begleitet. Für Europa wurde das Elektro-Auto auf den entsprechenden Stand der Technik gebracht: hier fahren also das Stabilitätsprogramm ASC, die Traktionskontrolle TCL sowie zusätzliche vordere Front-, Seiten- und Kopfairbags mit. Vor der Markteinführung kann der i-MiEV, ebenso wie das Schwestermodell aus dem hause Peugeot auf dem Pariser Autosalon 2010 (2. bis 17. Oktober) begutachtet werden.
Wie erwartet, leistet der permanenterregte Synchronmotor des 1110 Kilo schweren City-Flitzers 67 PS. Damit lässt er sich in der Stadt adäquat bewegen und erreicht auf der Autobahn bei Bedarf Tempo 130. Die wichtigste Frage bei Elektroautos, nämlich die nach der durchschnittlichen Reichweite, beantwortet Mitsubishi mit einer wenig beeindruckenden, in den meisten Fällen aber völlig ausreichenden Zahl: 150 Kilometer. Danach kann der i-MiEV an der heimischen Steckdose innerhalb mehrerer Stunden wieder aufgeladen werden, oder an einer Schnellladestation innerhalb von 25 Minuten.
Über Sinn und Unsinn elektrobetriebener Personenwagen mit Energiespeicher an Bord wird sicherlich in den nächsten Jahren noch heftig diskutiert werden, der Schwachpunkt sind die Reichweite sowie der ökonomische und ökologische Wahnsinn bei der Herstellung der Akkus. Der ökonomische Haken an der ganzen Angelegenheit schlägt sich indes direkt auf den Preis nieder. Je nachdem , in welchem europäischen Land der i-MiEV gekauft und zugelassen wird, soll der Kleinwagen zwischen 33.000 und 35.000 Euro kosten. (autaro)