Nissan News - der Artikel
Nissan Micra

München, den 21. März (autaro) Fast alle großen Hersteller präsentierten beeindruckende Neuheiten auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon. Große, starke, spritschluckende Limousinen mit abgefahrenen Triebwerk-Technologien konnte man bei den Ständen von BMW, Opel, Audi, Toyota, Chevrolet und vielen anderen erleben. So konnte der neue Nissan Micra nahezu unbemerkt bleiben. Doch wahre Autoexperten wissen, dass man das japanische Kleinauto nicht unterschätzen darf. Deshalb konnte sich das winzige Schmuckstück doch noch schnell als ein Höhepunkt auf der aufregenden Automobilausstellung etablieren. Der Micra geht nun in seine vierte Auflage und gilt inzwischen als eines der erfolgreichsten Automobile weltweit. Seit über 25 Jahren überzeugt das japanische Meisterwerk die weltweite Kundschaft. Auch die neue Inspiration zum Thema Micra wird die treuen Kunden nicht enttäuschen.

 

Klein, aber ohoooo…

Die Nissan-Ingenieure haben versucht, fast jedes Element neu einzustudieren. Der neue Micra erscheint in einem ganz andern Licht, und zwar als ein modernes Automobil, das sowohl praktisch, kompakt und puristisch wirkt, als auch erlebnisreiche Momente auf der Autobahn verspricht. Gearbeitet wurde unter anderem am Außendesign. Neu ist der Kühlergrill, der nun sportlich und nicht mehr kindlich oder naiv wirkt. Großartige Akzente werden mit den großen mandelförmigen Scheinwerfern gesetzt. Der neue Micra ist kein Kinderauto mehr, sondern hinterlässt einen reiferen, kraftvolleren Eindruck.

Begeben wir uns nun aber  in den Innenraum. Das Erste, was auffällt, ist der Komfort. In den früheren Versionen des Micra mussten sich groß gewachsene Personen eher quälen. Akrobatische Nummern aus der Gymnastik waren unter anderem auf den hinteren zwei Sitzen gefragt. Das ist nun nicht mehr der Fall. Natürlich hat man in einem Audi A8 mehr Platz, doch die Japaner schenken den Micra-Passagieren einige zusätzliche Zentimeter, sodass wir durchaus den Begriff Kleinwagen-Komfort einführen können. Was das Armaturenbrett angeht, da haben die Ingenieure alles klar und übersichtlich gehalten. Verzichtet haben sie auf unnötigen Schnickschnack, der die Konzentration stören könnte. Obwohl das Hartplastik im Innenraum dominiert, wirken die Elemente gut verarbeitet, sodass man sich hier durchaus wohl und nicht unbedingt als Besitzer eines Billig-Autos fühlt.

 

Motorstärke pur

So überzeugend wie die Innen- und Außenräume auch sind, wären sie doch nichts, ohne die beachtlichen Triebwerke. An den Start geht der neue Micra mit lediglich zwei Motoren, doch die Palette soll langsam aber sicher erweitert werden. Beide Maschinen sind auf jeden Fall sehr gelungene Entwicklungen und werden die neuen Micra-Fahrer nicht enttäuschen. Als Basis-Antrieb dient ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner, der 59 kW und 80 PS anbietet. Die Motorkraft ist für die Maße des Stadtflitzers durchaus ausrechend. 108 Newtonmeter Drehmoment stehen dem Fahrer zur Verfügung, was eine akzeptable Leistung darstellt. Ein großes Plus ist der CO2-Ausstoß, der nach Herstellerangaben bei 115 g/km liegt – so ist die Euro 5-Norm mit Bravour geschafft.

Stärker ist der Alternativ-Motor, der 72 kW und 98 PS aus einem 1,2-Liter Hubraum auf die Räder bringt. Hier wurde der Co2-Ausstoß weiter auf 95 g/km gesenkt.

 

Fazit

Der neue Micra wird in Deutschland erst ab dem kommenden November verkauft. Doch bereits jetzt kann man ruhigen Gewissens sagen, dass die Verbesserungen, die die Nissan-Ingenieure an dem Vorgänger-Modell vorgenommen haben, durchaus gelungen sind. Ein weiterer Plus-Punkt ist die zusätzliche Ausstattung, die für den kleinen Stadtflitzer angeboten wird. ABS, ESP, Front- und Seitenairbags, Gurte mit einem innovativen Sicherheitsverschluss – die Japaner halten bekanntlich viel von der Sicherheit der Passagiere und bieten ein Rund-Um-Paket, mit dem man sich im kleinen, aber gereiften Micra durchaus wohl fühlen kann. (autaro)