München, den 18. Mai (autaro) Nissan verrät, zu welchen Preisen der rein elektrisch betriebene Leaf auf den Markt kommen wird. Zumindest in den Ländern, in denen er noch in diesem Jahr bestellt werden kann. Das sind zunächst England, die Niederlande und Portugal, während sich deutsche Interessenten noch mindestens bis Ende 2011 gedulden müssen. Einer der Gründe für diese „Salami-Taktik“ ist, dass hierzulande noch nicht klar ist, ob der Staat den Kauf reiner Elektroautos fördern wird, oder nicht. Nach wie vor wird in der Regierung erörtert, ob nur die Forschung, oder auch jedes einzelne Auto in Form einer Prämie gefördert werden wird.
In den oben genannten Ländern greift der Staat den Interessenten in Form einer Prämie oder durch kräftige Steuervergünstigungen unter die Arme. So kostet der Leaf in Großbritannien voraussichtlich umgerechnet 27.471 Euro, während er ohne Prämie mit umgerechnet 33.353 Euro zu Buche schlagen würde. In den Niederlanden beträgt der Kaufpreis stets 32.839 Euro, dafür kommt der Fahrer aber in den Genuss von Steuererleichterungen in Höhe von gut 6.000 Euro – für Halter eines Firmenwagens sind noch deutlich höhere Beträge drin. Auch in Portugal und in Irland wird der Kaufpreis nach Abzug aller Subventionen deutlich unter 30.000 Euro bleiben, außerdem müssen die Fahrer zunächst eine Kraftfahrzeugsteuer bezahlen. Der Leaf „kostet damit etwa genauso viel wie ein vergleichbar ausgestattetes Diesel- oder Hybrid-Fahrzeug”, wie uns Nissan vorrechnet. Bedenkt man hierzu die nahezu komplette Serienausstattung mit Schnelllader, Klimaanlage, Rückfahrkamera und dem ansonsten in dieser Klasse üblichen Schnickschnack, ergibt sich tatsächlich ein faires Angebot. Bleibt abzuwarten, wie sich die deutsche Politik in Sachen Förderung entscheiden wird. Doch auch ein nicht geförderter Preis von rund 32.000 Euro wäre ein Schritt in die richtige Richtung – der deutlich kleinere Mitsubishi i-MiEV soll bei uns voraussichtlich über 40.000 Euro kosten. (autaro)