München, den 27. Juli (autaro) China ging es, das wurde zuletzt sogar seitens der chinesischen Regierung offen zugegeben, ging es bei der geplanten Übernahme der insolventen GM-Tochter Opel hauptsächlich um den Einkauf westlicher Technologien. Zwar ist soviel Offenheit nach etlichen Spionage-Affären, die den Ruf der aufstrebenden Weltmacht stark ramponiert haben, löblich. Doch dass gerade ein weltweit operierender Konzern wie General Motors (GM) hier nicht mitspielen würde, lag auf der Hand. Die Chinesen sind also raus.
Damit verbleiben nur noch zwei Mitstreiter im Rennen: nach wie vor der österreichisch-kanadische Teilezulieferer Magna und der belgische Investmentfonds RHJ International (RHJI). Die Amerikaner bevorzugen RHJI als Vertragspartner, da der Fonds eine Art Rückkaufrecht für GM in Aussicht stellt. Doch hiergegen stellt sich eindeutig die Bundesregierung sowie der Betriebsrat Opels. beide hegen ein berechtigtes Misstrauen gegen die Nachhaltigkeit der Operationen der sogenannten „Heuschrecken“, die hauptsächlich den schnellen Profit im Sinn haben. Für kurzfristige Shareholder-Interessen wie von RHJI steht die IG Metall aber nicht zur Verfügung”, teilte der Vorsitzende der Gewerkschaft, Berthold Huber in Frankfurt am Sonntag (26.07.) mit. Die Bundesregierung hat insbesondere die Sicherung der Arbeitsplätze im Blick: während Magna insgesamt nur 2.500 Stellen an und will außerdem das Opel-Werk Eisenach bis 2012 einstweilig stilllegen. Und ob es hierbei bleiben wird, darf angesichts der Machenschaften der sogenannten „Heuschrecken“ offen bezweifelt werden. Es steht den Opelanern also eine weitere Zitterpartie ins Haus. (autaro)