München, den 18. Juni (autaro) Die 5er-Baureihe war einmal das Glanzstück von Peugeot, deutsche Automagazine betitelten ihn gar als „den Mercedes Frankreichs“. Doch in den frühen Neunzigern wurde der 505 schließlich vom 605 abgelöst, der sich vor allem außerhalb Frankreichs wegen eklatanter qualitativer Mängel denkbar schlecht verkaufte. Der 607 geriet zwar ein wenig zuverlässiger, doch auch er fristet ein Nischendasein. Daher liegt die Hoffnung der Franzosen auf dem für Ende 2011 geplanten Peugeot 508, der sowohl die mittlere Baureihe 407 als auch das Flaggschiff 607 ersetzen wird. Mit konsequent mutigem Design, wegweisender Technik und vor allem mit einer Top-Verarbeitung will Peugeot zu alten Größen auflaufen – das Image des gesamten PSA-Konzerns soll an ihm gewinnen.
Bei Betrachtung des Concept-Cars 5 by Peugeot, das die Franzosen auf dem Genfer Autosalon 2010 präsentierten, könnte dies durchaus gelingen. Eine gespannte Formensprache verleiht der Stufenhecklimousine Sportlichkeit und Dynamik, Details wie Türgriffe und Fensterlinie aus gebürstetem Aluminium wirken edel und elegant. Dazu kommen auffällige LED-Tagfahrleuchten in U-Form und großer, durchgehender Kühlergrill.
Doch auch unter der Haube präsentieren die Ingenieure möglicherweise wegweisende Technik. Denn vom Marktstart an soll der Peugeot 508 auch Diesel-Hybrid erhältlich sein. Das neue an diesem Konzept: der Dieselmotor treibt die hintere Achse an, während ein Elektromotor die vordere Achse antreibt. So ergibt sich auf einfache Weise eine Art Allradantrieb, was auch der Traktion Vorteile bringt. Der Selbstzünder verfügt über zwei Liter Hubraum und leistet 163 PS, während der E-Motor 37 PS zur Verfügung stellt. Gemeinsam sollen sie für überaus dynamische Fahrleistungen sorgen, sich aber dennoch mit einer CO2-Emission von 99 Gramm pro Kilometer begnügen. (autaro)
