Peugeot News - der Artikel
Peugeot 3008

München, den 20. September (autaro) Diesmal werden wir nicht meckern: Ja, die europäischen Automobilhersteller haben die Vorteile des Hybrid-Antriebs unterschätzt und verschenkten riesige Markträume den Konkurrenten aus Asien. Weder die Riesen VW, Mercedes oder Renault noch der Mittelstand mit Opel und BMW dachten, dass es Potenzial in dieser zwar sehr komplizierten, doch aber auch sehr sparsamen und umweltfreundlichen Technik gibt. Jetzt ist es zu spät, sogar dringende Maßnahmen würden wahrscheinlich nichts bringen. In dieser komplizierten und undurchdringlichen Situation erscheint auch das erste Hybrid-Fahrzeug von Peugeot. Das klingt fast lächerlich, doch wer zuletzt lacht… Das Ende ist bekannt. Und doch schafft es die französische Kreation die Presse und das Publikum zu beeindrucken. Wie?

Engagement für die Umwelt
Erst einmal muss betont werden, dass Peugeots Automobile mit Abstand die umweltfreundlichsten sind. Alleine im Jahr 2009 verkauften die Franzosen über 700.000 Fahrzeuge in Europa. Alle von denen pusten in der Atmosphäre 120 Gramm CO2 oder weniger aus. Das sind Zahlen, von denen die Konkurrenten aus Wolfsburg oder Stuttgart nur träumen können. Das Ziel des Unternehmens, laut Entwicklungsvorstand Guillaume Faury, ist, im Jahr 2012 über eine Million 120-Gramm-pro-Kilometer Autos zu verkaufen. Das ist ein Plan, der durch und durch beeindruckt. Dazu kommt das Projekt 3008, das Anfang 2011 auf den Markt kommen soll. Dieses Engagement für die Umwelt darf nicht unbemerkt und ohne Lob bleiben – die Investition in der Zukunft ist im PSA-Konzern anscheinend Priorität Nummer eins.

Revolutionäre Technik
Natürlich soll das erste Hybrid-Automobil von Peugeot eine Revolution sein. Das liegt nicht nur daran, dass der französische Hersteller immer mit technischen Revolutionen assoziiert wird, sondern vor allem daran, dass die Hybrid-Technologie längst woanders eine Tradition ist. Der erste Punkt, der genannt werden muss, ist die Tatsache, dass es sich beim 3008 um eine Kombination aus Elektro-Batterie und Diesel-Antrieb handelt. Das ist schon mal ein guter Anfang. So kombiniert der 3008 die zwei sparsamsten Technologien. Darüber hinaus ist die Stelle der Elektrobatterie im Automobil bahnbrechend. Diese ist nicht wie sonst ins Getriebe integriert, sonder sitzt sie zusammen mit der Leistungselektronik und dem Elektromotor an der Hinterachse. Dabei sind der Diesel-Motor und das E-Triebwerk elektronisch gekoppelt. Das erlaubt eine bessere Verbindung und unproblematischere Schaltung zwischen den zwei Triebwerken. Der Zulieferer Bosch weist auf einen weiteren Vorteil dieser Positionierung und Verkopplung hin: Die Elektro-Technologie kann so in jede Technik eingebaut werden. Also ob Diesel oder Benzin – der 3008 erlaubt alles.
Die Diesel-Mechanik verspricht eine solide Leistung. Untergebracht unter der vordereren Haube stellt diese 170 PS dem Fahrer zur Verfügung. Der elektrische Motor wartet wiederum mit 41 PS auf. So kommt man auf eine Gesamtleistung von 200 PS. Die Höchstgeschwindigkeit wird dementsprechend bei über 200 km/h liegen. Überzeugend ist auch der Spritkonsum: Der neue 3008 wird sich mit lediglich 3,8 Litern Diesel zufrieden geben.

Fazit
Der neue Hybrid-Peugeot ist eine längst fällige Neuvorstellung. Das Publikum hat zwar lange gewartet, doch das Warten scheint sich gelohnt zu haben. Mit nur 99 Gramm CO2 pro Kilometer ist der Franzose auch eine ernsthafte Konkurrenz für längst etablierte Modelle aus Asien. Dazu kommt das beispiellose französische Design, das alleine als größter Vorteil gesehen werden kann. Die Presse ist längst von dem ersten französischen Hybrid überzeugt, abzuwarten bleibt die Frage, ob er auch bei den Kunden so gut punkten wird. Die Voraussetzungen sind auf jeden Fall da. (autaro)