München, den 29. Juli (autaro) Peugeot, einer der größten französischen Autohersteller veröffentlichte heute in Paris (29.07.) seinen Halbjahresbericht. Die Bilanz: desaströs. Während das Ergebnis im Vorjahr mit einem Plus von 1,03 Milliarden Euro noch sehr passabel ausfiel, verbuchte die Marke mit dem Löwen im Emblem bereits im ersten Halbjahr ein operatives Minus von 1,33 Milliarden. Und das trotz verschiedener Maßnahmen, mittels derer auch die Französische Regierung versucht, den automobilen Absatz anzukurbeln. Außerdem profitierte Peugeot auch von der deutschen „Abwrackprämie“, wie die meisten Importeure. Denn diese haben verglichen mit den deutschen Herstellern einen wesentlich höheren Anteil an Kleinwagen im Portfolio, größere Modelle profitieren kaum von der Prämie.
Damit dürfte sich ein klarer Trend abzeichnen. Laut Einschätzungen französischer Experten werde sich der Markt erst 2010, wenn nicht sogar erst 2011 erholen, die Hersteller seien mit Vorsorgemaßnahmen gut beraten. Diesen Ratschlag sollte sich auch Volkswagen, der größte europäische Hersteller zu Herzen nehmen. Zwar profitierte Volkswagen ungewöhnlich stark von der Abwrackprämie und freut sich derzeit über ungebrochen hohe Nachfrage. Doch dürfte sich diese Situation spätestens nach der im Herbst anstehenden Bundestagswahl dramatisch ändern. Und durch die langwierige Übernahmeschlacht mit Porsche hat der Riese unnötig Ressourcen verschwendet und sich um Vorsorgemaßnahmen bislang kaum kümmern können. (autaro)