München, den 02. März (autaro) Für Überraschung sorgen derzeit in Genf besonders Hersteller von Sportwagen. Zuerst kündigte Ferrari an, dem Hybridantrieb in Zukunft besondere Aufmerksamkeit zu schenken, jetzt stellt Porsche den Nachfolger des Supersportwagens GT vor. Und zwar ebenfalls mit Hybridantrieb, der sogar an der Steckdose beladen werden kann, ein sogenannter Plug-In-Hybrid. Der Nachfolger des GT, der nur bis 2006 und auch nur 1.250 Mal gebaut wurde, soll laut Porsche so etwas wie die Quadratur des Kreises bewerkstelligen. Nämlich überirdische Fahrleistungen bei ausgesprochen niedrigem Verbrauch: laut Porsche resultiert letzterer in einem CO2-Ausstoß von unter 100 Gramm pro Kilometer, was für einen Supersportler jenseits der 500-PS-Schallmauer eine Sensation wäre. In Litern gerechnet, wären das jedenfalls unter vier Liter Benzin pro 100 Kilometer – Optimisten sprechen in Unternehmenskreisen gar von Drei Litern.
Ein V8-Mittelmotor generiert rund 500 PS Leistung, zusätzlich wird dieser von zwei Elektromotoren mit insgesamt 160 Kilowatt Leistung unterstützt. Angetrieben wird die Granate über ein aufwendiges Allradsystem mit Toque Vectoring, die Kraftübertragung erfolgt über das pfeilschnelle und effiziente Porsche-Doppelkupplungsgetriebe (PDK). Trotz all dieser Raffinessen konnte das Gesamtgewicht dank Carbon-Monocoque unter 1,5 Tonnen gedrückt werden.
Rein elektrisch angetrieben endet die Fahrt nach 25 Kilometern, das reicht für den Schaulauf auf der Maximiliansstraße. Danach geht es auf die Piste, in 3,2 Sekunden von Null auf 100 und auf Wunsch über 320 Stundenkilometer schnell. Walter Röhrl, der den Superporsche in Genf mitpräsentierte, zeigt sich begeistert: “Mit dem 918 Spyder sind wir am Ring wieder ganz vorne dabei.” (autaro)