München, den 01. Juli (autaro) Es ist noch nicht so lange her, da wurden in Frankreich die ersten Dieselmotoren serienmäßig mit Russpartikelfilter ausgestattet, der Vorreiter war damals Peugeot. Während man sich im europäischen Ausland schnell daran machte, die neue Technik ebenfalls einzusetzen, geriet Deutschland schnell ins Hintertreffen – die Angelegenheit wurde schließlich recht peinlich. Das Beispiel könnte sich in modifizierter Form wiederholen: während in Deutschland gerade ein großes Hallo um die neue S-Klasse mit Hybrid-Antrieb veranstaltet wird, schickt sich Frankreich, namentlich Renault, an, bereits 2011 vier Elektromodelle auf die Straßen zu entlassen.
Neben dem Modell Kangoo wird die Technik also in drei weiteren Modellen Einzug halten, darunter wird sich auch ein neu entwickelter Kleinwagen für die Stadt befinden. Derzeit findet die Erprobung der Technik in einem Kangoo statt, dessen Aggregate 44 kW und ein maximales Drehmoment von 190 Newtonmetern bereitstellen. Die Reichweite ist mit 100 Kilometern noch bescheiden, soll aber bis zum Serienstart auf 160 Kilometer ausgebaut werden.
Konventionell an der heimischen Steckdose dauert ein kompletter Ladezyklus sechs bis acht Stunden, eine Schnellladestation ermöglicht ein achtzigprozentiges Aufladen in 30 Minuten. Es wird allerdings auch das System des Projektpartners „Better Place“ zum Einsatz kommen, an dem auch der Partner Nissan beteiligt ist (s. autaro-news vom 15. Mai). Diese ermöglicht den Tausch des kompletten Akkus innerhalb weniger Minuten – wie an einer Benzintankstelle. (autaro)