Saab News - der Artikel
Saab und die Zukunft

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München, den 18. August (autaro) Kaum ein Automobilhersteller hat in den letzten Jahren eine solche Berg- und Talfahrt erlebt wie der schwedische Traditionshersteller Saab. Von General Motors (GM) zur Nischenmarke ohne nennenswerte, eigenständige Entwicklung degradiert, wäre Saab im letzten Jahr beinah abgewickelt worden. Doch dank des niederländischen Sportwagenbauers Spyker kann Saab nun in eine aussichtsreiche Zukunft blicken, es sollen bald die ersten Neuentwicklungen vorgestellt werden. Bis dahin bedient man sich noch der Entwicklungen von GM, was zumindest im Falle des brandneuen Oberklassemodells 9-5 keine Schande ist. Solide verarbeitet, eigenständig im Design – der 9-5 ist ein echter Saab geworden, allein hinsichtlich neuer Antriebskonzepte könnten noch Innovationen folgen.

Um bei den Verkäufen auf adäquate Stückzahlen zu kommen, braucht Saab dringend weitere Modelle. Der Mittelklasse-Saab 9-3 mit all seinen Ablegern kommt allmählich auch in die Jahre und wird wohl in den nächsten Jahren zu den ersten Eigenkonstruktionen unter neuer Führung zählen. Darüber hinaus ist möglicherweise ein Coupé auf Basis des 9-5 geplant, das außerdem als Technologieträger für Saabs ersten Hybridantrieb dienen könnte. Das SUV 9-4 könnte ebenfalls elektrisch unterstützt angetrieben werden.

Wichtigstes Modell wird aber zweifelsfrei der neue Kompakte werden, vermutlich unter dem Namen 9-2 oder 9-1. Er soll direkt gegen Lifestyle-Kompakte wie Mini oder Audi A1 positioniert werden und ein besonders juveniles, zahlungskräftiges Publikum rekrutieren. Möglicherweise könnte just Mini bzw. BMW zum Partner einer Kooperation werden, gemeinsam mit dem französischen PSA-Konzern, also namentlich Peugeot und Citroën. Denn BMW und PSA planen eine gemeinsame Plattform für einen frontgetriebenen Kompakten, die Saab nebst Diesel- und Benzinmotoren sowie Getriebe schlicht einkaufen könnte. (autaro)