München, den 06. Juli (autaro) Bei Schwedens traditionsreicher Automarke Saab keimt seit der Trennung von General Motors (GM) neue Hoffnung. Geplant ist, dass der ebenfalls schwedische Sportwagenhersteller Koenigsegg die Traditionsmarke aus dem GM-Konzern herauslöst, es stehen lediglich noch Formalia aus. Damit dürfte die Abwicklung um eineiges zügiger voranschreiten, als im Falle der ehemaligen deutschen GM-Tochter Opel, an der seit jüngerer Vergangenheit vor allem die Chinesen erneut Interesse demonstrieren.
Das Ziel, pro Jahr 150.000 Autos zu verkaufen, hat Saab-Chef Jan-Ake Jonsson ausgerufen. “Saab muss weitere Nischen mit guten Benzin- und Dieselmotoren oder Allradfahrzeugen besetzen”, teilte er der Zeitung „Die Welt“ mit. Im Jahre 2008 hatte Saab dieses Ziel mit 93.000 verkauften Einheiten deutlich unterschritten. In Zukunft setze man in Trollhättan, dem Sitz der Marke, auf das Downsizing-Konzept. Benziner mit Turboaufladung haben bei Saab ohnehin Tradition, doch auch kleinere Dieselmotoren und sogar Hybrid- und Elektrofahrzeuge wolle man künftig mit in die Palette aufnehmen. Klar scheint jedenfalls zu sein, dass der Weg durch eine breitere Produktpalette führen muss. Von GM an der kurzen Leine gehalten, hatte Saab seit seiner Übernahme vor knapp 20 Jahren fast ausschließlich Verluste eingefahren. (autaro)