Seat News - der Artikel
Der Seat Leon Cupra R, Seats heißestes Eisern

München, den 07. Dezember (autaro) Mit den Modellvarianten Cupra und Cupra R will VW das sportliche Profil der Tochtermarke weiter schärfen, insbesondere mit dem Seat Leon Cupra R. Denn dieser leistet mit seinen 265 PS nochmals eine Schippe mehr als der bereits erhältliche Seat Leon Cupra, der mit 240 PS bereits gut im Futter steht. Seit gut zwei Wochen ist das Geschoss der Sociedad Española de Automótives de Turismo S.A. (kurz: Seat) nun zu haben, zum Kampfpreis von 31.190 Euro. Das ist zwar eine Menge Geld für einen Kompakten, aber wenn man die nahezu komplette Serienausstattung bedenkt, sicherlich die günstigste Methode, den Top-Zweiliter aus dem VW-Konzern zu fahren. Mit leicht modifizierter Leistung wird dieses Triebwerk auch im Golf R und Scirocco R eingesetzt.

Der Cupra R hat nicht nur Leitung, er zeigt sie auch

Grund genug für uns, den Spanier einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Äußerlich macht der Leon ungeniert deutlich, wo der Hammer hängt. Der Kühlergrill und die Gehäuse der Außenspiegel sind in glänzendem Schwarz gehalten, auf Wunsch ohne Aufpreis auch die 19-Zoll-Felgen, die satt die Radhäuser ausfüllen. Außerdem grollt der aufgeladene Direkteinspritzer durch ein beeindruckendes Auspuffendrohr, das neben einem stilisierten Diffusor das sportliche Heck strafft. Dass die Auspuffanlage außerdem neben einem weiter erhöhten Ladedruck (1,9 Bar), einem effektiveren Ladeluftkühler und leichten Eingriffen in die Motorelektronik für die zusätzlichen 25 PS Leistung gegenüber dem Cupra verantwortlich ist, lässt die Freude an der satten Optik unberührt. Ein weiteres Detail sind die roten Bramssättel, die unter den schwarzen Alufelgen einen besonderen Akzent setzen.

Sehr sportiv auch der Innenraum

Die scharf ausgeformten Integralsitze sind serienmäßig mit einer Kombination aus Stoff und Alcantara ausgeschlagen, auf Wunsch freilich auch mit edlem Rindsnappa. Ohne dabei unbequem zu wirken, haben sie den Fahrer und seine Passagiere derart fest im Griff, dass auch ein vollbesetzter Ausflug auf die Rennstrecke kein Problem sein dürfte. Das dreispeichige Sportlenkrad liegt mit seinem dicken Kranz perfekt zur Hand und ist am unteren Ende abgeflacht, was aber hauptsächlich der sportlicheren Optik geschuldet ist. Genauso auch die Pedalerie aus Aluminium und die, zumindest wenn man sich die Ledersitze gönnt, auffällig rautenförmig gesteppten Sitzflächen – das macht Laune. Der Rest ist, wie wir ihn von den schlichteren Modellen der Baureihe Leon her kennen: ordentliche Materialen, die allerdings nicht ganz an das Niveau von Volkswagen heranreichen. Und eine Verarbeitung, die keine Wünsche offen lässt, nichts knistern, knirscht oder klappert, auch auf holperigsten Pisten nicht.

Souveräner Motor in allen Lebenslagen

Durch einen altmodischen Dreh am Zündschlüssel erwacht der Zweiliter-Turbo zum Leben. Bereits im Stand lässt sich ein sportliches Bollern vernehmen die ansonsten hängende Nadel des Drehzahlmessers pendelt sich knapp unterhalb der 1000 Touren ein. Praktisch lautlos rastet der erste Gang ein, wir lassen die gut dosierbare Kupplung kommen und rühren durch das exakte Sechsganggetriebe. Der Motor begleitet uns akustisch beim Ausdrehen mit einem giftigen Fauchen, während er seine Tonlage beim Gaswegnehmen ins Trompeten ändert. Außerdem bietet er in jeder Lebenslage, selbst kurz vor erreichen des Drehzahlbegrenzers Leistung im Überfluss, genau wie beim Herausbeschleunigen mit kleiner Drehzahl – das maximale Drehmoment von 350 Newtonmetern macht’s möglich. In Kombination mit dem überaus exakt abgestimmten Fahrwerk wird der Seat derart motorisiert zum Kurvenräuber, was das Fahrdynamiksystem XDS, das wir bereits aus dem Golf GTI kennen, ebenfalls unterstreicht. Die Fahrdaten sprechen für sich: Von Null auf 100 in 6,2 Sekunden und Topspeed bei 250 km/h, abgeregelt. Mit einem Grinsen, das eine Weile erhalten bleibt, stellen wir den Cupra R wieder auf den Parkplatz. Das ist „Auto Emoción. (autaro)