München, den 28. Juni (autaro) Skoda, das ist irgendwie Vernunft. Gute VW-Technik zu niedrigen Preisen, die meisten Tschechen verlassen als Kombi die Fertigungshalle, alles in allem meist unauffällige Familienkutschen mit mittlerer Motorisierung. Das geht aber auch anders. Mit dem neuen Fabia RS beispielsweise, der ab September zu den Kunden rollt. Prinzipiell gleich motorisiert wie der VW Polo GTI, macht der Kleine 226 Stundenkilometer Spitze und sprintet innerhalb von 7,3 Sekunden von Null auf Landstraßentempo. Unter den Kleinwagen ist er damit eindeutig einer der Schnellsten.
Die rasanten Fahrleistungen macht der doppelt aufgeladene 1,4-Liter-TSI aus dem Volkswagen-Regal möglich. Außerdem verfügt der RS über das elektronische Sperrdifferential XDS und bringt so die 180 Pferdestärken ohne übermäßigen Profilverlust der Reifen auf die Straße. Das Sportfahrwerk geht indes ein wenig ungehobelt zur Sache, macht dafür aber die Kurvenhatz oder den Slalom auf der Teststrecke zu einem reinen Vergnügen. Von dieser unfeinen Kleinigkeit einmal abgesehen, geriet der RS höchst alltagstauglich. Der Motor lässt sich auch im unteren Drehzahlbereich mit Nachdruck bewegen, was dem Verbrauch zugute kommt und die Nerven schont. Auch die perfekten Sitze tragen maßgeblich zu einem guten Langstreckenkomfort bei, längere Reisen muss auch in diesem Kompakten niemand mehr fürchten.
Im Gegensatz zu den GTI von Volkswagen werden die RS-Versionen auch als Kombi angeboten. Wer es also gelegentlich eilig hat, trotzdem aber Platz für Kind und Kegel benötigt, kann getrost einmal den Katalog von Skoda durchblättern. 21.500 Euro rufen die Tschechen für den RS auf – viel Leistung für wenig Geld. (autaro)