München, den 14. Dezember (autaro) Der Nano aus dem indischen Hause Tata, zu dem mittlerweile auch Land Rover gehört, ist das billigste Auto der Welt. Mit seinem Kaufpreis von umgerechnet rund 1.500 Euro bildet der Viersitzer quasi sein eigenes Preissegment. Das könnte sich allerdings bald ändern. Denn die neu geschmiedete Allianz zwischen Volkswagen und Suzuki hat besonders den stark wachsenden indischen Automobilmarkt im Auge und dort entscheidet primär der Preis die Wahl des Autos.
Bislang unbestätigten Meldungen zufolge wollen Suzuki und VW gemeinsam einen Kleinstwagen auf den Markt bringen, der schließlich für umgerechnet 3.000 bis 3.500 Euro verkauft werden soll. Derzeit ist Suzuki, gemeinsam mit Maruti, Marktführer in Indien. Einem Bericht der indischen Zeitung “Economic Times” vom vergangenen Freitag zufolge könnte der geplante Kleinstwagen den angestaubten Suzuki Alto ersetzen. Maruti-Chef R.C. Bhargava teilte mit, man könne „dieses Segment nicht unbesetzt lassen“. Währenddessen plant Volkswagen selbst eine stark abgespeckte Version des VW Polo für den indischen Markt, wofür die Wolfsburger ein eigenes Werk in Indien errichteten. Die meisten Inder werden sich einen solchen Polo aber wahrscheinlich nie leisten können, weswegen die Modellpalette dringen nach unten erweitert werden muss. Volkswagen war in der vergangenen Woche bereits mit einem Fünftel bei dem japanischen Unternehmen Suzuki eingestiegen, was ein mögliches Überholen des weltgrößten Herstellers, Toyota, beschleunigen soll. (autaro)