München, den 03. Februar (autaro) Bis vor kurzem lief alles glatt für den weltgrößten Automobilhersteller, Toyota. In den Umfragen zur Kundenzufriedenheit rangierten die Japaner weit vorne, die Effizienz der Produktion stimmte. Und damit auch der Profit. Dieser wurde allerdings durch die jüngsten Probleme mit arretierenden Gaspedalen nachhaltig geschmälert, eine derartig umfassende Rückrufaktion hatte die Welt bis dahin nicht gesehen. Ganz zu schweigen auch vom Imageverlust, an dem Toyota vermutlich noch eine ganze Weile zu knabbern haben wird.
Gute Nachricht hingegen für Fahrer eines Yoyota Prius. Das Vorzeigemodell war von den Problemen nicht betroffen. Dafür plagt den Hybriden offenbar ein nicht minder schweres Problem. Laut Meldungen des japanischen Verkehrsministeriums liegen in Japan mittlerweile 14 Klagen gegen Toyota vor. Grund der Beschwerden: Ausfälle der Bremsanlage. Auch in den USA gab es laut unbestätigten Angaben bereits Unfälle, die auf die gleiche Ursache zurückzuführen sind. Dabei soll die Bremsanlage komplett ihren Dienst versagen, wenn man den Prius über schlechte Straßen oder derbere Schlaglöcher dirigiert. Mögliche Ursache sind Fehlfunktionen eines Sensors, die durch einen Schlag auf das Bremssystem ausgelöst werden.
All die Pannen zeigen bereits erste Wirkungen: in den USA, dem wichtigsten Exportmarkt der Japaner, wurde Toyota von Platz eins auf Platz drei der Zulassungsstatistik verdrängt. Neben Ford und GM konnten allerdings weltweit auch die Deutschen deutlich vom Umsatzeinbruch der Japaner profitieren. (autaro)