Toyota News - der Artikel
Toyota Prius

Toyota Prius

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In der langen Liste der „Öko“- Automobile übernimmt der Prius von Toyota eine ganz besondere Rolle. Seine Vorzüge und Bedeutung für die Automobilindustrie, seinen zukunftsweisenden, gar revolutionären Charakter, kann man irgendwie schwer an seinem Außendesign erkennen. Der Prius – auch in seiner letzten Version – ist ein braver Kerl und steht fast unscheinbar auf der Straße. Hinter dieser ruhigen Statur verbirgt sich aber der mit Abstand beste Hybrid-Motor, den die Automobilwelt momentan zu bieten hat.

Der Prius vereint den Elektroantrieb mit einem herkömmlichen Benzinaggregat. Diese Kombination hat sich inzwischen zum Standard im Katalog der japanischen Nummer eins etabliert – in den vergangenen zehn Jahren hat Toyota mehr als eine Million Hybrid-Autos verkauft. Dadurch hat sich, laut Hersteller, der weltweite CO2-Ausstoß um 3,5 Millionen Tonnen reduziert.

Die Hybrid-Technologie im Prius wurde rund zwanzig Jahre lang präzisiert – ein Jahr vor der Erstvorstellung wurden mehr als 1000 Ingenieure rund um die Uhr mit diesem Projekt betraut. 1997 erschien der erste Prius auf dem Markt, wobei das erste Preisschild zwei Millionen Yen bezifferte. Soviel kostete damals auch der Toyota Corolla. Der Erfolg des Modells ist auch bis heute fulminant. Die letzte Version des Prius – die dritte Generation mit der Bezeichnung NHW20 – erschien im Modelljahr 2003/ 2004. 2006 wurde das Modell kräftig überarbeitet, bekam neue Komfortausstattungen und diverse Verbesserungen in puncto Design.

Der Schlüssel des Prius-Erfolgs liegt im Gesamtkonzept, das einen Hybridantrieb mit Rekuperation und elektrischem CVT (Continuously Variable Transmission) mit einem strömungsgünstigen und hoch aerodynamischen Karosseriedesign vereint. Somit erzielt das Modell eine Benzinersparnis von rund 30% gegenüber anderen Fahrzeugen der gleichen Klasse. Laut Hersteller liegt der Durchschnittsverbrauch bei 4,3 Liter Superbenzin.

Ein Markenzeichen des Elektroantriebs, der im Prius zu finden ist, ist die volle Ausnutzung der produzierten Energie. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Elektroautos bezieht der Prius seine Energie nicht aus dem Stromnetz. Der Nickel-Hybrid-Akkumulator wird während der Fahrt über den Generator vom Verbrennungsmotor geladen. Darüber hinaus wird die Energie, die beim Bremsen oder im Schubbetrieb (wie zum Beispiel beim Ausrollen oder Abwärtsfahrt) entsteht, gesammelt, um damit die Bleibatterie aufzuladen. Diese komplexe und einheitliche Konzeption, von der jedes Element des sparsamen Umgangs mit der Energie geprägt ist, wird immer noch ausschließlich von Toyota erfolgreich in der Serienproduktion eingesetzt.
Im neusten Modell des Prius leistet der Elektromotor 51 kW/ 68 PS, der Benziner bringt 57 kW und 78 PS auf der Straße, der Hubraum fasst 1497 cm³ und die CO2-Emission beträgt 104 g/km. Angesichts der Antriebstechnologie sind die weiteren technischen Daten des Automobils durchaus überzeugend – den Spurt von 0 bis 100 km/h schafft der Japaner in 10,9 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit beträgt 170 km/h.

Zwischenzeitlich arbeitet Toyota an der Plug-In-Variante des Prius, die an der Steckdose aufgeladen werden kann. Rein elektrisch bewegt erreicht diese Version eine Spitzengeschwindigkeit von 100 km/h bei einer Reichweite von 13 Kilometern.