
München, den 23. Juli (autaro) Prinzipiell ist der Aufwand gering, den es für die Aufrüstung eines gewöhnlichen Hybriden zum sogenannten Plug-In-Hybriden benötigt. Und doch wird es den Toyota Prius Plug-in Hybrid frühestens 2012 im freien Handel geben. Eine Ausnahme bildet allerdings die immer beliebter werdende Car-Sharing-Flotte der Deutschen Bahn, in der erste Versionen des weiterentwickelten Prius bereits zum Einsatz kommen. Konkret bedeutet das: nach eineinhalb Stunden an der Ladestation ist der Prius bereit, 22 Kilometer rein elektrisch zurückzulegen. Sind diese überschritten oder wird zusätzlich viel Strom für die Klimaanlage verbraucht, schaltet sich der Verbrennungsmotor hinzu, wie wir das eben vom herkömmlichen Prius oder anderen Hybrid-Fahrzeugen bereits kennen.
Da der Prius Plug-in Hybrid übrigens mit herkömmlichem Strom der Spannung 230 Volt auskommt, kann er bequem auch an der heimischen Steckdose geladen werden.
Die Technik funktioniert im Alltag bereits so reibungslos, dass man sich fragt, warum sie nicht bereits im freien Handel ist. Im Stadtverkehr lässt sich der Prius mit dieser Technologie beinahe grundsätzlich rein elektrisch – also auch völlig emissionsfrei – bewegen. Und über die besagten 22 Kilometer hinaus verbraucht er noch immer weniger als praktisch alle Benziner seiner Leistungskategorie. Eine Gesamtreichweite von rund 700 Kilometern sagt an sich bereits alles. Bei der Bahn kostet der Prius 1,90 pro Stunde, was ebenfalls unschlagbar klingt. Man muss schließlich bedenken, dass Kaufpreis, Wertverlust, Wartung, Steuern und Versicherung (hier können Sie vergleichen) komplett aus der Rechnung herausfallen. Die Bahn macht mobil. (autaro)