VW News - der Artikel
Kommt demnächst doch das Einliter-Auto von VW?

München, den 14. September (autaro) Es war eine große Show, als Ferdinand Piëch, der damalige Vorstandsvorsitzende des Volkswagen-Konzerns, im April 2002 mit dem VW L1 nach Wolfsburg zur Hauptversammlung fuhr. Widrige Witterungsverhältnisse machten die medienwirksame Fahrt zur Zitterpartie, doch letztlich erreichte Herr Piëch sein ehrgeiziges Ziel: einen Durchschnittsverbrauch von einem Liter Diesel auf 100 Kilometer.

Die Studie von 2002 war ein Einzelstück für mehrere Millionen Euro, an eine Serienproduktion nicht zu denken. Dies könnte sich allerdings in näherer Zukunft ändern. Denn die Wolfsburger stellen ihre zweisitzige Studie auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt vor, die nächste Woche ihre Pforten öffnen wird. Die Studie verfügt über einen 36 PS starken Zweizylinder-Diesel und ein extrem schnell schaltendes, siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe und soll mit 1,49 Litern Diesel im Mittel auskommen. Ermöglicht wird dies unter anderem durch das geringe Gewicht von knapp unter 500 kg und eine hervorragende Aerodynamik. Für letztere wurden Fugen und Kanten auf ein Mindestmaß reduziert, die beiden Passagiere sitzen hintereinander in der 3,80 Meter langen „Zigarre“ und können sogar noch Gepäck unterbringen. Sogar die Außenspiegel fielen dem Windkanal zum Opfer, sie wurden durch Videokameras ersetzt, die ihr Bild auf ein zentrales Display projizieren. Selbstverständlich hat auch diese Studie ihren Preis, nicht zuletzt wegen der reichlich verbauten Kohlefaser und anderer technisch aufwendiger Lösungen. Eine Serienproduktion stand jedoch noch nie so nahe bevor wie dieses Jahr. Wir sind gespannt. Und freuen uns auf die IAA. (autaro)