München, den 30. Oktober (autaro) Exklusiv für den nordamerikanischen Automarkt, das heißt also für die USA und für Kanada, entwickelt Volkswagen eine neue Mittelklasse-Limousine. Bis der endgültige Name steht, nennt sich das Projekt „New Midsize Sedan (NMS)“, also frei übersetzt: neue Mittelklasselimousine. In den USA ist der Begriff Mittelklasse freilich ein etwas anderer, als hierzulande. Der NMS wird nicht etwa dem VW Passat entsprechen, sondern in der Größe in etwa zwischen Passat und Phaeton angesiedelt werden. Der Phaeton wurde übrigens nach kurzer Zeit vom US-Markt genommen – er konnte zu wenig Käufer für sich gewinnen.
Preislich sieht die ganze Sache ein wenig anders aus. Um spezielle der japanischen Konkurrenz Paroli bieten zu können, die in den USA über ein ähnliches Prestige verfügt, wie die Importe aus Deutschland, muss Volkswagen einen anderen Weg einschlagen, als in Europa. So wird der NMS wohl preislich ein paar Tausend Euro unterhalb des Passat angesiedelt, schließlich sollen auch Fahrer eines Toyota Camry über einen Modellwechsel nachdenken. Insgesamt plant Volkswagen einen Absatz von jährlich 150.000 Einheiten und rechnet für US-Verhältnisse mit einem sehr optimistischen Diesel-Anteil von rund 30 Prozent.
Bislang finden die Amerikaner vor allem Gefallen am VW Jetta, neben dem auch noch die Modelle Golf, Beetle, Tiguan und Tuareg angeboten werden. Mit einem anderen Modell, dem VW Routan, hat VW bislang ebenfalls einen ordentlichen Gewinn eingefahren. Das Modell basiert auf dem Chrysler Voyager (was man ihm auch deutlich ansieht) und ist damit ein klassischer Maxi-Van. Wie dieser, so soll auch der NMS im VW-Werk in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee gefertigt werden. (autaro)