München, den 10. Februar (autaro) Wider besseres Wissen und trotz immer drastischerer Strafen und Geldbußen steigen noch immer einige Autofahrer alkoholisiert hinters Steuer. Der Schrecken kommt dann, im günstigsten Fall, in der nächsten Verkehrskontrolle. Oder aber, im weniger günstigen Fall, am nächsten Brückenpfeiler. Beide Möglichkeiten will Volvo, seit jeher Pionier auf dem Gebiet automobiler Sicherheit, seinen Fahrern künftig ersparen. Mit dem Sicherheitsextra „Alcoguard“.
Dabei bläst der Fahrer seine Atemluft vor dem Start in ein mobiles Messgerät. Dieses sendet dann ein Funksignal ans Fahrzeug, das sich nach Alkoholkonsum dann nicht mehr starten lässt. Dabei kann der Grenzwert des Atemalkohols vorab ausgewählt werden, für Werte zwischen 0,3 und 0,8 Promille. Die Kosten für das Extra belaufen sich auf 850 Euro, zusätzlich werden noch, je nach Modell, Einbaukosten zwischen 50 und 90 Euro fällig. Außerdem muss das Gerät jährlich in einer Fachwerkstatt kalibriert werden, wofür allerdings lediglich 20 Euro kalkuliert werden müssen. Im Prinzip ist jedes Volvo-Modell ab Produktionsjahr 2008 nachrüstbar.
Ersten Tests zufolge arbeitet das System sehr zuverlässig. Den einen oder anderen Feierabendbier-Trinker dürfte es auch mit Sicherheit vor Schlimmerem bewahren. Ob allerdings stark alkoholisierte Fahrer nicht auch Mittel und Wege finden, ihren Volvo doch noch in Gang zu setzen, ist fraglich. Ebenso, ob diese just in ein solches Sicherheitsextra investieren werden. (autaro)