Volvo News - der Artikel
Volvo sagt Wildunfällen den Kampf an

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(Foto: Volvo)
München, den 11. Juni 2011 (autaro) Der schwedische Hersteller Volvo steht seit jeher in dem Ruf, besonders sichere Autos zu bauen. Daher ist es nur konsequent, dass die Schweden ihr neu entwickeltes System zur Fußgängererkennung demnächst auch auf herumlaufendes Wild ausdehnen wollen. Laut dem Swedish Advisory Council on Accidents Involving Wild Animals haben sich allein im Jahr 2010 über 40.000 Wildunfälle ereignet, mit teilweise fatalen folgen. Besonders dramatisch für die Insassen sind dabei Kollisionen mit großen Wildtieren, wie beispielsweise Elchen in Schweden oder Rotwild in unseren Breiten. Andres Eidehall, Experte für aktive Sicherheitssysteme bei der Volvo Car Corporation fasst zusammen: „Die Technik kombiniert eine Radareinheit und eine Infrarotkamera, die im Zusammenspiel im Verkehr auftretende Gefahrensituationen erkennen und entsprechende Präventionsmaßnahmen einleiten soll.” Konkret bedeutet das, dass der Fahrer akustisch gewarnt wird, sobald sich ein Tier in Reichweite befindet. Reagiert der Fahrer nicht auf dieses Warnsignal, wird automatisch eine Vollbremsung eingeleitet.

Für den Fahrer bedeutet das System eine enorme Erleichterung, denn die meisten Wildunfälle ereignen sich hier wie in Schweden in den Wintermonaten sowie in der Morgen- und Abenddämmerung. Just zu diesen Zeiten ist die Sicht besonders schlecht, weswegen Tiere oft erst kurz vor der Kollision erkannt werden. Das neue System hat indes nicht allein die Vermeidung von Unfällen im Fokus, sondern will im Falle einer Kollision auch die Folgen möglichst unschädlich halten. In den nächsten Jahren will Volvo die Serienreife erreichen. Das dürfte nicht nur Fahrer und Passagiere oder das geschonte Wilde freuen. Auch die Kfz-Versicherung dürfte entlastet werden, was möglicherweise eine günstigere Einstufung bei Haftpflicht- oder Kasko-Versicherung zur Folge haben könnte (hier können Sie Tarife und Fahrzeugmodelle vergleichen).

Besonders knifflig für die Entwickler ist die Programmierung einer Software, die unterschiedliche Tierarten erkennt. Unter anderem besuchte ein Entwicklungsteam von Volvo regelmäßig einen Tierpark und studierte dort das Verhalten unterschiedlicher Wildsorten. Um auch den nachfolgenden Verkehr nicht unnötig zu gefährden, soll das System nur bei drohenden Kollisionen mit größeren Tieren bremsen, die eine tatsächliche Gefahr für die Insassen darstellen. Ein kleineres Wildtier, wie beispielsweise ein Hase oder ein Eichhörnchen hat offensichtlich nicht das Gefahrenpotential, das ein größeres Tier wie ein Hirsch oder ein Elch für den Straßenverkehr birgt. (autaro)