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Neu: Treibstoffgewinnung aus Altpapier

München, den 29. Januar (autaro) Im Grunde genommen ist es eine Sensation, was gerade in aller Stille auf der Washington Auto Show präsentiert wurde. Ein Auto, das mit Altpapier betrieben wird! Ganz so einfach ist es freilich nicht, aber bitte:
Das Biotechnik-Unternehmen Novozymes stellt gerade einen Chevrolet und einen Ford F-150 mit Flexifuel-Antrieb aus, also einem [...]

München, den 29. Januar (autaro) Im Grunde genommen ist es eine Sensation, was gerade in aller Stille auf der Washington Auto Show präsentiert wurde. Ein Auto, das mit Altpapier betrieben wird! Ganz so einfach ist es freilich nicht, aber bitte:

Das Biotechnik-Unternehmen Novozymes stellt gerade einen Chevrolet und einen Ford F-150 mit Flexifuel-Antrieb aus, also einem Motor, der anteilig mit Bioethanol betrieben werden kann. Soweit nichts Neues. Der Clou an der Sache ist aber, dass der Ethanol-Anteil im Kraftstoff ausschließlich aus Altpapier gewonnen wurde. Dieses fällt in den USA ohnehin zu tonnenweise an, im vorliegenden Falle stammt es von der US-Regierung. Neu entwickelte Enzyme wandeln den Zellstoff nach biologischem Aufschluss und mehreren Reinigungsschritten in Stärke um. Das Prinzip ist also ähnlich wie bei der bisher bekannten Herstellung von Bioethanol – nur dass nun keine Nahrungsmittel wie Mais oder anderes Getreide mehr vernichtet werden müssen. Außerdem fallen die Kosten für die Förderung fossiler Brennstoffe weg. Laut Novozymes lassen sich mit dem neuen Verfahren gut 90 Prozent der CO2-Emissionen herkömmlich verfeuerten Benzins einsparen. Bis zum 31. Januar lässt sich die neue Technik noch in Washington erleben, Probefahrt inklusive. (autaro)