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Continental entwickelt neue „Blackbox“ – Langfinger aufgepasst!

München, den 26. Juli (autaro) Das neue System aus dem Hause Continental hört auf den harmlosen Namen „Novanto“. Es handelt sich um ein kleines schwarzes Kästchen, ungefähr von der Größe eines Taschenbuches. Und das hat es in sich: in ein Fahrzeug montiert, entweder nachträglich oder von Werke aus, ermöglicht es dem Besitzer oder beispielsweise der [...]

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München, den 26. Juli (autaro) Das neue System aus dem Hause Continental hört auf den harmlosen Namen „Novanto“. Es handelt sich um ein kleines schwarzes Kästchen, ungefähr von der Größe eines Taschenbuches. Und das hat es in sich: in ein Fahrzeug montiert, entweder nachträglich oder von Werke aus, ermöglicht es dem Besitzer oder beispielsweise der Polizei die weltweite Ortung. Und darüber hinaus sogar die Möglichkeit, das Fahrzeug von einer Leitzentrale aus stillzulegen. Mögliches Szenario: Ihr Fahrzeug, in dem Sie wohlweislich Novanto hatten installieren lassen, wird geklaut und nach Osteuropa gebracht. Sie haben nun die Möglichkeit, es noch vor der Grenze stillzulegen, während die Polizei den Tätern bereits folgt.

Doch Novanto bietet noch mehr Einsatzfelder. Beispielsweise als elektronisches Fahrtenbuch. Denn die gefahrenen Strecken werden per GPS registriert und aufgezeichnet, sodass für die Steuererklärung ein Ausdruck genügt und die lästige Mitschreiberei entfällt. Darüber hinaus können beispielsweise Flottenmanager eines Fuhrparks sämtliche Fahrzeuge ihrer Flotte überwachen. Eine weitere, bestechende Möglichkeit ergibt sich für Autoversicherer. Diese könnten nun die Wegstrecken ihrer Kunden mitverfolgen und diese für die Berechnung individueller und fairer Versicherungstarife (hier geht’s zum Tarifcheck) verwenden.

Freilich birgt die Technik auch Nachteile. Denn wie immer, wenn persönliche Daten ausgelesen oder gar gespeichert werden, ist Vorsicht geboten. Wer darf die Daten verwenden oder wer hat überhaupt Zugriff darauf? Erfahrungsgemäß löst auch eine Regelung, die eine richterliche Anordnung voraussetzt, nicht den Kern des Problems – schützt sie doch grundsächlich nicht vor Missbrauch und führt sie doch grundsätzlich zu einer regelrechten Inflation richterlicher Anordnungen. Das Gerät kann bereits unter dem Namen „RiskBox 1000“ bei der ABS-T&T Deutschland GmbH bestellt werden. Der Preis beträgt 545 Euro, zuzüglich Einbau (ca. 100 Euro).