München, den 7. November (autaro) Die hohen Energiepreise, die drohende Klimakatastrophe und jetzt auch noch die weltweit krankende Wirtschaft; da wird es auch mal Zeit für eine gute Nachricht. Forscher haben einen Pilz entdeckt, der einmal aus Pflanzenresten Biodiesel herstellen könnte.
Wissenschaftler der Montana State University haben ihrem Bericht nach im renommierten britischen Fachblatt „Microbiology“ einen [...]
München, den 7. November (autaro) Die hohen Energiepreise, die drohende Klimakatastrophe und jetzt auch noch die weltweit krankende Wirtschaft; da wird es auch mal Zeit für eine gute Nachricht. Forscher haben einen Pilz entdeckt, der einmal aus Pflanzenresten Biodiesel herstellen könnte.
Wissenschaftler der Montana State University haben ihrem Bericht nach im renommierten britischen Fachblatt „Microbiology“ einen Pilz entdeckt, der aus Pflanzenresten ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffen herstellt. Gliocladium roseum nennt sich das unscheinbare kleine Geschöpf, das ein Team um den Botaniker Gary Strobel erstmals in Chile, genauer gesagt in der chilenischen Scheinulme, einer dort ansässigen Baumart entdeckte.
Nun sind Kohlenwasserstoff produzierende Ein- und Mehrzeller nichts neues oder besonderes. Doch sind die Verbindungen, die Gliocladium roseum aus Zellulose, dem Hauptbestandteil pflanzlichen Gewebes herstellt, dem uns bekannten Diesel sehr ähnlich. Hier sehen Wissenschaftler einen vielversprechenden Ansatz für ein einfaches Verfahren, Biodiesel beispielsweise aus den rund 430 Millionen Tonnen Abfall herzustellen, die jährlich in der Landwirtschaft entstehen. (autaro)