Archiv für die ‘Dacia’ Kategorie
Autaro News - frisch aus dem Archiv

 

Oktober 8th, 2010

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München, den 08. Oktober (autaro) Da sich die LPG-Modelle (LPG steht für Liquefied Petroleum/Propane Gas) aus dem Hause Dacia glänzend verkaufen, machen sich die Rumänen daran, die Motoren noch effizienter zu gestalten. So erhalten der Logan, der in Deutschland nicht mehr angeboten wird, sowie der kleinere und modernere Sandero künftig einen neuen 1,2-Liter-Vierzylinder. Der ältere 1,4-Liter mit 72 geht aufs Altenteil.

Der neue, kleinere Verbrenner leistet ebenso wie der 1,4-Liter 72 PS, soll aber mit 122 Gramm CO2 pro Kilometer rund 13 Gramm weniger Kohlendioxyd ausstoßen, als der Vorgänger. Welchen Verbrauchswert, in Liter Gas gerechnet, das bedeutet, teilte Dacia bislang nicht mit. Auf dem Pariser Autosalon präsentieren die Rumänen den Logan und Sandero 1.2 16 V 75 LPG, ab 2011 kommt der Sandero dann auch in den deutschen Handel. Preise ließen sich die Rumänen allerdings noch nicht entlocken.

Ebenfalls auf dem Pariser Autosalon zu sehen ist das SUV Duster 4×4 dCi 90. Der Slebstzünder wurde verbrauchsoptimiert und soll sich auf 100 Kilometer mit nur 5,3 Litern Diesel begnügen. Dies würde einem CO2-ausstoß von 139 Gramm pro gefahrenem Kilometer entsprechen. (autaro)

 

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August 9th, 2010

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München, den 09. August (autaro) Der niederländische Verband “Koninklijke Nederlandse Toeristenbond ANWB” ist so etwas wie das holländische Pendant zum ADAC. Auch dort werden Autos getestet und gecrasht, auch dort wird der sogenannte Elchtest durchgeführt. Hierzulande erlangte der Test, bei dem ein Fahrzeug einem abrupt auftauchenden Hindernis (oder „Elch“) ausweichen muss traurige Berühmtheit, als er eine A-Klasse von Mercedes kurzerhand auf die Seite legte. Der Imageverlust für Mercedes war groß und nur durch umfassende Modifikationen an der damals neuen A-Klasse in den Griff zu bekommen. Im Zuge dieser Überarbeitung wurden fortan alle A-Klassen mit ESP ausgerüstet, was damals noch alles andere als selbstverständlich war.

Der ANWB schickte nun den Dacia Duster auf ein solch plötzlich auftauchendes Hindernis, mit teilweise erschreckenden Folgen. Während die Allradvarianten des französischen Billig-SUV das Hindernis sicher umkurvten und kaum Anstalten zum Umkippen machten, zeichnete sich bei den Basisvarianten ohne Allradantrieb ein ganz anderes Bild: bei Fahrt mit 65 Sachen um die Pylonen verlor die Fuhre mit beiden Innenrädern die Bodenhaftung und drohte gar umzukippen. Der Grund: Dacia stattet bislang nur die Allrad-Versionen des Duster mit ESP aus, während die frontgetriebenen Kameraden von einem ESP nicht einmal gegen Aupreis träumen dürfen.

Dacia bzw. Renault zeigte sich indes bestürzt. Man habe die Fronttriebler ausreichend getestet und es habe sich ein solches Verhalten nicht gezeigt. Die Ingenieure mutmaßen, die Kippbewegungen und das unkontrollierbare Verhalten der Fahrzeuge könnte mit der witterungsbedingten Temperatur des befahrenen Asphalts zusammenhängen. Wie sich der Test auf das Kaufverhalten potentieller Kunden oder gar auf die Einstufung bei der Versicherung (hier geht’s zum Tarifcheck) auswirken könnte, kann man bislang nicht absehen. Unabhängig davon will Konzernmutter Renault aber alle Duster ab 2011 mit ESP ausstatten. (autaro)

 

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Juni 6th, 2010

München, den 06. Juni (autaro) Ein SUV zum Preis eines Kompakten, das bietet derzeit nur Dacia. Die Billigmarke aus dem Hause Renault überzeugt bereits mit ihren Kompaktmodellen Logan und Sandero tausende preisbewusster Autofahrer, die Wert auf Praxistauglichkeit legen, ohne viel Geld für diese bezahlen zu wollen. Dabei wirkt der Duster zumindest optisch nicht einmal billig, das Design sogar überaus eigenständig. Von seiner Verwandtschaft zum vorigen Modell des Renault Clio, auf dem er im Wesentlichen basiert, sieht man ihm jedenfalls nichts an. Und sind wir einmal ehrlich: schlecht verrichtete die mittlerweile etwas angestaubte Technik ihre Arbeit noch nie, allenfalls die Trommelbremsen an der hinteren Verbundlenker-Achse sollten dringend überdacht werden. Ansonsten passt eigentlich alles, der Duster bietet ausreichend Platz für fünf Personen und obendrein einen ordentlichen Kofferrum, sein Haupteinsatzort wird vermutlich die befestigte Straße sein – genau wie bei seinen deutlich teureren Wettbewerbern wie VW Tiguan und Co.

Den Duster gibt es auch als reinen Fronttriebler

Und ebenso wie bei der Premiumkonkurrenz kommt auch vom Duster eine Version mit reinem Frontantrieb zum Einsatz, denn den Allradantrieb können sich die meisten Fahrer solcher SUV getrost sparen. Das Spart nicht nur Anschaffungskosten sondern auch Gewicht und damit Kraftstoff und der robusten Optik tut es keinen Abbruch. Hinsichtlich des Fahrverhaltens macht es schließlich ebenfalls keinen großen Unterschied, jedenfalls abseits der Geländestrecken. Auf harmlosen Landstraßen macht der Dacia ohnehin deutlich, dass er mehr fürs unauffällige Reisen gedacht ist, denn für die aufgeregte Kurvenhatz. Zu weich ist das Fahrwerk ausgelegt, zu schlapp der Motor, als dass man ihn mit wenig Aufwand in den Grenzbereich bringen könnte.

Der Diesel ist ausreichend sparsam aber ungehobelt

Da Dacia-Fahrer in erster Linie preisbewusst denken, wird die erste Wahl vermutlich der 86 PS starke 1,5-Liter Diesel sein, der sich im Alltag mit gut sieben Liter Brennstoff pro 100 Kilometer bewegen lässt. Er geht mit den 1,3 Tonnen Leergewicht des Duster einigermaßen mühelos zu Werke – wirklich gute Fahrleistungen sehen zwar anders aus, aber es reicht locker für den Alltag. Allerdings verbirgt der Selbstzünder in keiner Lebenslage seine Herkunft. Mit deutlich vernehmbarem Nageln meldet sich der Vierzylinder zum Dienst, ab mittlerer Drehzahl überträgt er ungeniert jegliche Vibration auf die Karosserie. Diese fängt dann munter an zu dröhnen, während der Motor dank seiner schlechten Dämmung mit weiter steigender Drehzahl immer lauter wird. Längere Autobahnetappen sollten den Nerven zuliebe mit Geschwindigkeiten um 120 km/h genommen werden, alles darüber lässt die Fahrt zur Tortur werden. Hier wünscht man sich einen sechsten Gang, das hakelige Fünfganggetriebe ist eindeutig nicht mehr auf der Höhe der Zeit.

Ausreichend sicheres Fahrwerk, kein ESP

Die bereits erwähnte, weiche Abstimmung des Fahrwerkes hat ihre Vor- und Nachteile. Zwar nimmt die Federung auch gröberen Pisten ihren Schrecken, bügelt Unebenheiten weitestgehend glatt. Doch sind engere Kehren und Kurven eindeutig nicht ihre Freunde. Mit deutlicher Mühe kämpft sich das SUV durch geschlängelte Wege, schiebt dabei schnell aber gutmütig über die Vorderräder und lässt deutliches Quietschen vernehmen. Ein solches hört der Fahrer auch beim Bremsen, lange bevor die Fuhre zum Stehen kommt. Kräftigere Bremsen würden dem Duster ebenso gut stehen, wie ein ESP. Das Sicherheitsprogramm gibt es weder für Geld noch für gute Worte, eine Manko, dass sich in Europa eigentlich kein Hersteller mehr erlauben kann.

Der Innenraum geht in Ordnung

Dass wir im Innenraum eher Pensions-Standard erleben würden, als das Ambiente eines Fünfsterne-Hotels, war bereits nach dem Blick in die Preisliste klar. Aber alles wirkt ordentlich und solide Verarbeitet und geht angesichts der Preisgestaltung wirklich in Ordnung. Allein der Geruch des Duster könnte einem an heißen Sommertagen buchstäblich zu Kopfe steigen, da hilft auch die optionale Klimaanlage nicht weiter. Die Oberflächen des dünnen Kunststoffes sind zudem kratzempfindlich und die Ablageflächen lassen sich leicht verbiegen. Die Sitze hingegen sind bequem und ermöglichen auch längere Fahrten, allein Fahrer und Beifahrer sind ein wenig hoch positioniert. Da mag es trösten, dass die Ausstattungslinie Ambience für bereits 300 Euro zu haben ist, sie enthält unter anderem eine Lenkrad- und Sitzhöhenverstellung sowie eine geteilt umlegbare Rücksitzlehne.

Der Dacia ist sein Geld wert

Insgesamt bietet der Dacia Duster eine Menge Auto für wenig Geld. Wer auf Prestige und neidische Blicke der Nachbarn verzichten kann, Abstriche bei Sicherheit und kleinere Kompromisse beim Fahrkomfort hinnehmen kann, wird mit dem Duster einen willigen Begleiter für den Alltag finden. Ein ESP sollte Dacia seinem SUV allerdings dringend spendieren, zumal die EU ein solches ab nächstem Jahr per Gesetz vorsieht. Das erfreulichste: seinen Preis sieht man dem Duster nicht an. (autaro)

 

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April 6th, 2010

München, den 06. April (autaro) Lange wurde er bereits angekündigt, der Dacia Duster. Und damit das sechste Modell der Renault-Billigmarke Dacia. Auf der Automobil International (AMI) in Leipzig (10. bis 18. April) hat der Duster seine Deutschland-Premiere, der Verkauf startet am 17. April. Und dank des Einstiegspreises von 13.700 Euro, allerdings nur für den Fronttriebler, dürfte das SUV eine glänzende Zukunft vor sich haben.

Mit einer Bodenfreiheit von 20,5 cm und einem Böschungswinkel von 30 Grad vorn und 36 Grad hinten ist der Dacia zumindest für kleinere Ausflüge ins Grüne gerüstet, auch wenn sein Haupteinsatzort vermutlich die Straße sein wird. Mit dem optionalen Allradantrieb stehen dem Fahrer insgesamt drei Möglichkeiten zur Auswahl stellt: entweder werden nur die beiden Vorderräder angetrieben, ebenso besteht die Möglichkeit, alle vier Räder antreiben zu lassen, ohne wenn und aber. Im dritten Modus entscheidet die Elektronik darüber, ob und wie viel Antriebskraft von der Vorder- auf die Hinterachse übertragen wird. Die Motorenpalette gestaltet sich, wie wir es von Dacia gewohnt sind, übersichtlich. Drei Benziner und zwei Diesel, jeweils mit vier Zylindern und einer Leistung zwischen 68 und 105 PS stehen zur Auswahl. Kombiniert werden diese serienmäßig mit einem manuellen Fünfganggetriebe, lediglich die Allradversionen erhalten ein Sechsganggetriebe mit einem besonders kurz übersetzten ersten Gang. Größtes Manko des Dacia Duster: die spärliche Sicherheitsausstattung. Airbags gibt es nur vorne zwei – das wars. (autaro)

 

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Dezember 7th, 2009

München, den 07. Dezember (autaro) Seit Juni 2005 ist in Westeuropa der Dacia Logan und damit auch der erste Dacia überhaupt erhältlich. Und seitdem freut sich der rumänische Automobilhersteller Dacia, eine hundertprozentige Tochter der Marke Renault, über recht beträchtliche Absatzzahlen. Was sicherlich in erster Linie dem unschlagbaren Kaufpreis geschuldet ist. Nach und nach wurde die Modellpalette erweitert, mittlerweile gibt es noch die zweite Modelllinie Sandero und mit dem Sandero Stepway sogar ein kleines SUV.

Um den Erfolg in Mittel- und Westeuropa und weiter auszubauen und das Profil als Billighersteller weiter zu schärfen, senkt Dacia ab sofort nochmals die Preise. So ist der Sandero künftig für 6.990 Euro zu haben und kostet damit satte 510 Euro weniger als zuvor. Der Dacia Logan bleibt mit seinem Preis von 7.300 Euro in der gleichen Liga wie vorher, bekommt dafür aber den neuen, sparsameren 1,2-Liter-Benziner mit 75 PS – vorher lief er mit einem deutlich durstigeren 1,4-Liter-Benziner. Außerdem wird der Preis für das Klang- und Klimapaket, das folgerichtig eine Klimaanlage und ein CD-Radio beinhaltet, von 1.250 auf 850 Euro reduziert. Ebenfalls unverändert bleibt der Preis für den Sandero Stepway, der mit seiner ebenfalls recht kompletten Serienausstattung weiterhin 9.990 Euro kostet.

Ebenfalls reduziert werden die Preise für die Nutzfahrzeugsparte. Der Logan Pick-up kostet mit 8.211 Euro künstig 600 Euro weniger, beim Logan Express (7.735 Euro) sind es immerhin 490 Euro, die man beim Kauf beispielsweise in Extras investieren kann. Als Begründung für die deutlichen Preisnachlässe gibt Renault in erster Linie die deutlich gestiegenen Absatzzahlen in Deutschland an. Alleine von Januar bis November 2009 stiegen die Absatzzahlen mit 80.000 verkauften Dacia um fast das Zweieinhalbfache an. Dadurch sinken prozentual die Produktionskosten, was Renault direkt an die Kunden weitergeben kann. (autaro)

 

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Februar 13th, 2009

München, den 13. Februar (autaro) Neue Automobile von Dacia sind immer kleine Sensationen. Der rumänische Hersteller erweitert seine Modellpalette konsequent und bietet inzwischen Fahrzeuge in fast allen Segmenten. Viel Ladevolumen zu einem herausragenden Preis-Leistungsverhältnis – das sind die Schlüsseleigenschaften der neuen Entwicklungen Logan Express und Logan Pick-up.
Beide Modelle basieren, wie auch der Name verrät, auf der Erfolgslimousine Logan. Dabei offeriert der Logan Express ein Ladevolumen von 2.500 Litern und bei dem Logan Pick-Up passen 300 Liter in der Kabine.
Beim Logan Express ist das Frachtabteil dank der konventionellen Ladetüren im hinteren Bereich des Fahrzeugs von beiden Seiten zugänglich. Die Flügeltüren sind im Verhältnis 1:2 aufgeteilt, was Zugang von allen Seiten des Fahrzeugs ermöglicht.
Die Ladefläche beim Logan Pick-Up bietet Dimensionen von 1,807 Meter Länge und 1,37 Meter Breite. Diese ist auch mit vielen Zurrösen ausgestattet, wobei sich vier davon auf den Ladeflächenwänden befinden und sechs auf dem mit Kunststoff verkleideten Ladeboden befinden.
Unter der Haube findet man alt bekannte und absolut verlässliche Triebwerke. Zwei Benziner mit 55 kW/ 75PS bzw. 64 kW/ 87 PS und zwei Diesel mit 50 kW/ 68PS bzw. 63 kW/ 86 PS geen an den Start. (autaro)

 

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Februar 2nd, 2009

München, den 2. Februar (autaro) Die Abwrackprämie stößt auf enorme Kundenresonanz. Nicht nur die Autohändler haben nun seit längerem etwas mehr Stress, sondern auch die Autoverwerter erleben unerwartet im Winter Hochsaison. Hamburger Abendblatt berichtet in seiner online Ausgabe vom kleinen Autoverwerter Dabelstein, der gerade einen Run erlebt. Bis wohin das Auge reicht sind im Hof des traditionsreichen Meisters unzählige VW Golf, Opel Kadett, Fiat und sonstige Autos zu sehen.
„Wir ersticken an Autos. Die Leute sind wie wild“, sagt der Geschäftsführer des Autohofes Claus Dabelstein der online-Ausgabe der Zeitung. Und der Herr kennt sich gut aus. Der Meister führt seit rund 40 Jahren den staatlich zertifizierten Autohof im Gewerbegebiet Bültbek in Siek. In normalen Zeiten landen bei ihm 1 bis 2 Fahrzeuge pro Woche, neulich sind es aber 5 bis 6 pro Tag und diese Zahlen werden sich noch erhöhen.
Herr Dabelstein weist aber auch auf eine etwas beunruhigende Tendenz hin. Verschrottet werden auch völlig verkehrstüchtige Fahrzeuge, die noch mindestens fünf oder sechs Jahre Leben in sich haben. „Ein Seat Arosa“ – gibt der Geschäftsführer als Beispiel – „43.000 Kilometer gelaufen, neun Jahre alt.“ Auch der 94-er Golf Cabriolet mit zwei Jahren TÜV und grüner Schadstoffplakete muss verschrottet werden. Man fragt sich deshalb, ob die Abwrackprämie wirklich nur Vorteile für die Umwelt hat. In diesen Autos wurden einst Ressourcen investiert, die anscheinend noch nicht völlig verbraucht sind.
Claus Dabelstein prognostiziert, dass der Run auf die Abwrackprämie noch zwei bis drei Monate maximal dauern wird, dann ist aber wieder Ruhe. (autaro)

 

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Juli 18th, 2008

Dacia meint es anscheinend ganz ernst. Nur drei Jahre nach der offiziellen westeuropäischen Premiere gilt der Logan als ein absoluter Bestseller. Die Presse kann nicht genug Worte finden, um die Traktion und Verarbeitung sowie das Design und das Ausstattungspaket der geräumigen Limousine zu kritisieren. Doch Angst scheint die rumänische Tochter von Renault nicht zu haben. Die Palette ist nun breiter und die Verkaufszahlen sprechen für sich. Auch in Deutschland gehört der Dacia inzwischen zu den erfolgreichsten Automobilproduzenten. Allen Wirtschaftsprognosen und Marketingregeln zum Trotz setzt der Hersteller auf extravagante Lösungen, was Modellentwicklung und Werbung betrifft. Und allen Regeln zum Trotz erscheint nun nämlich auch ein hauseigenes getuntes Modell des Logan, um den Großkonzernen zu zeigen, was sie in all diesen Jahren übersehen haben.

Der Dacia Graf Dracula soll eigentlich als ein Flaggschiff betrachtet werden und darf nicht mit allzu großen Ansprüchen an die Tuningmaßnahmen belastet werden. Das Kit beschränkt sich auf optische Veredlungen und bietet zusätzlich eine exzellente und hoch qualitative Sound-Anlage an.
Der Dracula-Stil, der im Ex- und Interieur dominiert, sieht zugegeben etwas übertrieben aus. Im Kofferraum befinden sich zum Beispiel zwei handgefertigte Miniatürsärge, die per Funkbedienung öffnen und schließen und als typgerechte Behälter für zwei High-End-Verstärker dienen. Am Boden liegt ein Grabstein, der für Horror-Ambiente sorgen soll, eigentlich aber einen eher infantilen Eindruck hinterlässt.

Das ist aber längst nicht alles. DasDracula-Kit wird von einem Nebel-Knopfdruck abgerundet, mit dem man im Handumdrehen Vampir-Nebel im Cockpit genießen darf. Verziert mit Kieselsteinen und einer gerafften Kofferraumauskleidung in Satin vermittelt der Innenraum ein rundes, wenn auch sehr spezielles Flair. Ein richtiger Tuner würde das vielleicht etwas belastend finden. Zu schnell sollte man den ersten Versuch von Dacia allerdings nicht verdammen, denn der Dracula bietet unter anderem auch ein hervorragendes Entertainment-System. Dazu gehört zum Beispiel eine außergewöhnliche Alpine-Stereoanlage mit 6.1-Kanal-Sound. Ihre Leistung wird von ganzen fünf Monitoren und sechs Lautsprechern unterstützt. Insgesamt wird der Ton auf über 16 Kanäle mit bis zu 1600 Watt Leistung und 144 dB Dynamik eingespielt.

Der Dacia Graf Dracula ist ein äußerst positives Zeichen für die Automobilindustrie und soll als solches und nur als solches interpretiert werden. Das Tuning-Kit ist zudem eine gelungene Werbekampagne, die darauf abzielt, den Logan als ein interessantes, gar aufregendes und nicht nur kostengünstiges Automobil zu präsentieren.

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