
München, den 20. Januar (autaro) Ab 2013 will der japanische Hersteller keine Autos mehr in Europa verkaufen. Als Grund gibt Daihatsu an, der Verkauf sei in Europa nicht mehr profitabel. Dies liegt zum einen daran, dass sich zuletzt immer weniger Käufer für einen Daihatsu entschieden (in Deutschland wurden 2009 rund 5.300 gekauft). Und zum anderen an der Wertentwicklung des Yen, der im Vergleich zum Euro kräftig angezogen hat. Für Daihatsu ist dies besonders problematisch, da die Japaner mit Sitz in Osaka ihre Autos nicht innerhalb Europas fertigen, sondern aus Japan importieren und daher unter den Wechselkursen leiden. Als mögliche weitere Ursache sehen Branchenkenner die strengen europäischen Klimaschutz-Richtlinien, die für die Autohersteller mit steigenden Produktionskosten einhergehen.
Die Aktienmehrheit an Daihatsu hält der japanische Riese Toyota mit 51 Prozent. Künftig will man sein Engagement in Japan und auf den Märkten Malaysias und nach Indonesiens verstärken, wo Daihatsu eigene Produktionsstandorte unterhält. In Japan liegt Daihatsu im Ranking der größten Hersteller auf Platz sieben, weltweit auf Platz 18.
Wichtig für die europäischen Fahrer eines Daihatsu ist, dass Service und Ersatzteilhandel weiterhin auch hier gewährleistet sind und das auch für längere Zeit. Die Unternehmensleitung stellt dies sicher in Aussicht, wobei noch nicht gänzlich geklärt ist, wie es nach mehreren Jahren aussehen wird. Und bei all jenen, die auf einen eventuell steigenden Wert seltener Klassiker hoffen, dürfte die Neuigkeit die Angst vor steigenden Ersatzteilpreisen schüren. (autaro)

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