
München, den 29. Dezember (autaro) Im Sommer dieses Jahres nahm der Chrysler-Konzern eine amerikanische Legende vom Markt. Die Dodge Viper, und damit quasi die Reinform des Supersportwagens vom neuen Kontinent. Einen solchen zeichnet aus, dass brachiale Leistung nicht etwa durch besondere Ingenieurskunst generiert wird, sondern schlicht durch besonders viel Hubraum. Das Viper GTS-Coupé leistete schließlich 506 PS und rannte über 300 Sachen. Die amerikanische Version schöpfte ab 2008 ganze 612 PS aus 8,4 Litern Hubraum und lieferte eine Höchstgeschwindigkeit von 326 km/h. Grundsätzlich brachte sie die Leistung der zehn Zylinder über ein manuelles Sechsganggetriebe auf die Straße. In den USA floss der Sprit ja seit jeher aus verchromten Zapfpistolen, das Maß war die Gallone und die Umwelt kümmerte die wenigsten.
2012 soll nun erneut eine Viper auf die Straßen dieser Welt losgelassen werden, allerdings ist noch nicht klar, ob Chrysler sie auch nach Europa exportieren will. Vorgestellt wird sie voraussichtlich schon im nächsten Jahr, die Gerüchteküche brodelt schon jetzt. Derweil spalten sich die „Experten“ in zwei Lager. Das eine Lager erwartet eine Weiterentwicklung der alten Viper, also voraussichtlich wieder einen großhubigen Zehnzylinder mit diesmal rund 650 PS Leistung. Das andere Lager will Entwicklungsträger gesehen haben, die eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Alfa Romeo 8C aufweisen. Da Chrysler mittlerweile zum italienischen Fiat-Konzern gehört, könnte es also gut sein, dass man sich bei Alfa Romeo im Teileregal bedient. In diesem Falle wäre ein rund 500 PS starker V8 mit italienischen Manieren zu erwarten.
Technisch aufregender wäre freilich die italienische Lösung, authentischer hingegen der herkömmliche, amerikanische Weg des „big stick“. Und bei Verbräuchen jenseits der 15-Liter-Marke kommt es auf ein paar Liter mehr oder weniger ohnehin nicht mehr an. (autaro)

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