
München, den 15. November (autaro) Die US-Medien berichten von einer außerordentlich starken Nachfrage nach Aktien des größten US-amerikanischen Autoherstellers, General Motors (GM). Das Unternehmen ist vor gut einem Jahr nur durch massive Unterstützung durch die amerikanische Regierung einer totalen Pleite entgangen, über das laxe amerikanische Insolvenzrecht konnte der Konzern aber gerettet werden. Umgerechnet über 35 Milliarden Euro musste die Regierung dafür investieren, die sie nun freilich gerne wieder sähe.
In einer ersten großen Aktienemission sollen nach Plänen der Konzernführung und der Regierung gut 12,2 Milliarden Dollar der Finanzkasse zufließen, der Rest direkt in die Kassen des Konzerns. Wegen der großen Nachfrage waren Teile der Konzernführung sogar dafür, den Preis von 29 Dollar je Aktie deutlich anzuheben. Unter den Interessenten befindet sich auch das chinesische Konsortium Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC), mit dem GM bereits seit Jahren für den chinesischen Automarkt kooperiert. Gerade erst ist diese Kooperation deutlich ausgeweitet worden, um den boomenden Automarkt Chinas besser bedienen zu können.
Die Nachrichtenagentur Bloomberg dementierte indes eilig Meldungen, nach denen SAIC eine größere Beteiligung an GM anstreben würde. Derzeit hält der Staat mit 61 Prozent die deutliche Mehrheit, was sich in nächster Zeit auch nicht ändern werde. Insbesondere solle der öffentliche Eindruck vermieden werden, der größte US-amerikanische Hersteller könnte gänzlich oder zumindest zu einem maßgeblichen Anteil in chinesische Hände fallen. (autaro)

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